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UNTERWASSERFOTOGRAFIE
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BeitragVerfasst: Mo 20. Jul 2015, 20:44 
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Hallo, ich habe da eine Frage an die Experten hier im Forum. Ich benutze eine Canon S100 mit Unterwassergehäuse (ohne Weitwinkellinse/Dom oder ähnliches) mit dem Blitz von Sea&Sea YS-D1.

Die Canon S100 hat im Weitwinkel 24mm und ich überlege, ob es Sinn macht mir einen zweiten Blitz zur besseren Ausleuchtung zuzulegen.

Kann ich mit einer deutlich besseren Ausleuchtung meiner Fotos rechnen?
Wäre ein zweiter Blitz sinnvoll, oder sollte dieses Geld besser in andere Ausrüstung investiert werden? Wie sind da Eure Erfahrungen mit der Nutzung des zweiten Blitzes?

Vielen Dank schon mal für Eure Unterstützung! =D>


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BeitragVerfasst: Di 21. Jul 2015, 12:11 
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Hallo Kabafit,
der Einsatz eines 2ten Blitzgerätes kann aus verschiedenen Gründen in Erwägung gezogen werden.

Der von Dir angesprochene Bildwinkel/Öffnungswinkel des Objektives ist ein Aspekt von vielen.
Bei 24mm an einer Kompaktkamera sehe ich zunächst einmal kein Problem der Ausleuchtung.
Dies ist eher bei SWW- oder Fisheyeobjektiven (größer 120° diagonaler Öffnungswinkel) der Fall.

Ein 2ter Blitz macht vor allem dann Sinn, wenn er der Szenerie einen anderen (neuen, zusätzlichen, …) Lichteffekt gibt.

Dies kann auch bei Makro bzw. Supermakroaufnahmen zum Tragen kommen (Stichwort Backlighting, selektive Aufleuchtung, etc.).

Klar muß Dir sein, dass mit mehreren Lichtquellen auch vermehrt Schwebeteilchen (Backscatter) im Bild angestrahlt werden.
Häufig macht man (gerade als Anfänger) daher mit mehreren Blitzen mehr schlecht als gut.

Ich verweise mal auf diesen Thread dbzgl.:
http://uwpix.org/viewtopic.php?f=59&t=7122

Viele Grüße
Uwe

_________________
Nikon D800 im Seacam & D200 im Nexus Gehäuse. Canon G12 im Patima. Div. Linsen und Blitze.


Zuletzt geändert von Uwe Schmolke am Di 21. Jul 2015, 15:38, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Di 21. Jul 2015, 15:18 
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Registriert: So 13. Apr 2008, 09:27
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Hallo,

die Frage kann man dir generell genauso eindeutig beantworten wie die Frage vom Huhn und dem Ei;-)

Ja, ein zweiter Blitz bietet dir mehr Möglichkeiten.
Mehr Möglichkeiten in Sachen Kreativität und Ausleuchtung aber auch mehr Möglichkeiten Fehler zu machen.

Manchmal ist auch ein Blitz zu viel und man schattet den für die weitere Reduzierung von Schwebeteilchen oder aus Gründen der kreativen Lichtführung ab, z.B. mittels Lichtformer (Snoot)
Mit einem abgeschottetem Blitz, ein zweiter Blitz hätte hier nicht geholfen, hätte vermutlich nur weitere Schwebeteilchen produziert.
Dateianhang:
sepiola_DSC0271.jpg [129.6 KiB]
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Manchmal braucht man im gleichen Tauchgang dann wieder zwei Blitze für spezielle Beleuchtungssituationen.
Makro-Gegenlicht mit zwei Blitzen, gleicher Tauchgang wie oben.
Dateianhang:
sepia_egg.jpg [252.97 KiB]
896-mal heruntergeladen


Deine exakte Frage war ja nach unseren Erfahrungen mit der Nutzung eines zweiten Blitzes.
Ich tauche nur mit zwei Blitzen weil ich einen zweiten Blitz abschalten kann aber einen zweiten Blitz, den ich nicht dabei habe, nicht einschalten kann;-)
Siehe Beispiel oben.


Wenn du gerade anfängst, dann bleib bei einem Blitz.
Ein Blitz hat auch tauchtechnische Vorteile, z.B. in stärkerer Strömung.
Wenn du irgendwann das Gefühl hast das du kreativer mit Licht zeichnen möchtest, dann brauchst du einen Zweitblitz, oder wie man oft bei Kompakten sieht, eine stärkere Zweitlampe im Nachbereich auf einem Flexarm.

Wie Oma schon wusste sagen Bilder mehr als tausend Zeilen ...
Wenn du magst zeig uns doch ein, zwei Beispielbilder was du gerne besser machen möchtest??

Viele Grüße,

Thomas

_________________
Mein Zeugs:
Nikon D800 & D800E im Seacam Gehäuse. Eine Menge Glas von Nikon/Sigma und Blitze von Subtronic.


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BeitragVerfasst: Di 21. Jul 2015, 20:13 
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Registriert: Mo 20. Jul 2015, 20:29
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Danke schon mal für Eure Antworten. Wie ich Euch verstanden habe, empfehlt ihr generell nur für spezielle Lichtsituationen, oder beim Einsatz von SWW- oder Fisheyeobjektiven einen zweiten Blitz zu verwenden. Makro Aufnahmen kann ich jetzt nur eingeschränkt machen, da ich weder eine Makro Linse, oder einen Dom habe. Ich bilde mir aber oft ein, das die Ausleuchtung oft nicht gleichmässig ist und nur auf einen kleinen Fleck "geklascht" ist.
Des weiteren habe ich bei der Canon oft das Problem, das sie oft den Fokus nicht genau trifft. 30-50% der Aufnahmen sind oft Ausschuss. :aiwebs_029


Dateianhänge:
Dateikommentar: Auslechtung nur rechts
Mauritius Forum2.jpg [96.36 KiB]
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Dateikommentar: Ausleuchtung auf einem Fleck
Mauritius Forum.jpg [88.51 KiB]
850-mal heruntergeladen
Dateikommentar: Ausleuchtung nur im vorderen Teil des Motors
Ägypten Hurghada Forum.jpg [129.66 KiB]
850-mal heruntergeladen
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BeitragVerfasst: Mi 22. Jul 2015, 07:41 
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Hallo Kabafit,

ich würde mich zwar nicht als Experten bezeichnen, sondern als ambitionierten/fortgeschrittenen Anfänger, aber ich habe mich auch schon mit der Frage nach 2. Blitz beschäftigt.
Und ja, es gab einige Bilder, bei denen ich mir einen zweiten Blitz gewünscht hätte, z.B. die Muräne im Anhang. Wobei ich in diesem Fall mit Beleuchtung von rechts statt der tatsächlichen Beleuchtung von links vermutlich schon ein besseres Ergebnis gehabt hätte...

Bei Deinen Beispielbildern würde ich nicht erwarten, dass ein zweiter Blitz einen Riesenunterschied macht:
Beim ersten Bild den Blitz etwas mehr nach links drehen und evtl weiter links positionieren. Der Hintergrund ist sowieso zu weit weg um angeleuchtet zu werden.
Beim zweiten Bild: Verwendest Du die Streuscheibe des YS-D1? Die macht da schon einen Unterschied, v.a. die 120er...
Beim dritten Bild: Auch hier würde ich den Blitz mehr nach links/unten drehen. Ist das der Motorblock in Umm Gamar? Wenn ja oder ähnlich gross, dann ist er vielleicht auch zu gross um komplett per Blitz ausgeleuchtet zu werden. Wäre dann evtl. ein Argument für zweiten Blitz. Oder was sagen die Experten?

Ich würde an Deiner Stelle aber eher in eine Nahlinse/Makrolinse investieren. Bei meiner Art zu Fotografieren brauche ich die wesentlich öfter als ich einen Zweitblitz vermisst habe.... Ist natürlich nur eine subjektive Meinung.

VG,

Dietrich


Dateianhänge:
IMG_7316_v2.JPG [136.16 KiB]
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BeitragVerfasst: Mi 22. Jul 2015, 08:54 
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Kan mich meinen Vorredner anschließen. Aller deine 3 Beispielbilder sind eher von der Entfernung und nicht von der Ausleuchten abhängig.
Beim dritten könnte man vl. drüber streiten. Aber bei 1 und 2 bringt auch ein 2. Blitz nicht viel.
Bin im letzten Urlaub mal mit 2 Blitzen getaucht, und fand es ganz angenehm, weil man in Situationen mit einzelne Tieren vor Felsen im dunklen sich nicht so viel Gedanken über den Schatten machen muss. Das Bild von dmberlin illustriert das sehr schön.

_________________
E-PL5 & E-PL6 in PT-EP10 / M.Z 12-50mm, M.Z 9-18mm mit Zen Doom / +10 Wet Diopter / Blitz: YS-D1, YS-D2
meine (Hobby) Facebook Site: https://www.facebook.com/FotoDeistung/


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BeitragVerfasst: Mi 22. Jul 2015, 09:27 
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Registriert: Do 17. Nov 2005, 17:28
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Wohnort: Groß- Gerau
Kabafit hat geschrieben:
...Des weiteren habe ich bei der Canon oft das Problem, das sie oft den Fokus nicht genau trifft. 30-50% der Aufnahmen sind oft Ausschuss. :aiwebs_029


Ich denke, dies ist kein Canon Problem, sondern eines des Bedieners (f40 Fehlercode, was soviel heißt, der Fehlerverursacher befindet sich etwa 40 cm hinter der Kamera - lach).
Spaß beseite, ich habe Freunde, die mit der S100 bzw. S120 die schärfsten Aufnahmen (gerade Makros) schießen.

Ich empfehle ein Focuslicht. Der Focus kann nur dann richtig greifen, wenn er saubere Strukturen (in erster Linie Kanten)erfassen kann.
Zudem glaube ich, dass Du Dir Motive auswählst, die zu weit vom Objektiv entfernt sind, um ein sauberes Fokussieren zu gewährleisten. Dies wird wohl dem verwendeten Objekiv geschuldet sein. Daher kann der Blitz auch nur partiell ausleuchten (er ist einfach am Ende mit seinen Möglichkeiten/Power).

Meine Empfehlung ist die Anschaffung je einer Vorsatzlinse (für WW und Makro) und eines Fokuslichtes.
Und Deine Ergebnisse werden schlagartig besser werden ;-)
Kann sein, dass der Blitz dann noch weniger flächig, sondern punktuell "auf einen kleinen Fleck geklatscht" erscheint.
Dann mußt Du entweder der Blitz zurück setzen (hinter und über die Kamera), oder eben doch einen 2ten Blitz anschaffen.

Mit der gegebenen Konfiguration wird Dir ein zweiter Blitz wenig nutzen.

Viele Grüße
Uwe

_________________
Nikon D800 im Seacam & D200 im Nexus Gehäuse. Canon G12 im Patima. Div. Linsen und Blitze.


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BeitragVerfasst: Mi 22. Jul 2015, 18:30 
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Registriert: Mo 20. Jul 2015, 20:29
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dmberlin hat geschrieben:
Beim ersten Bild den Blitz etwas mehr nach links drehen und evtl weiter links positionieren. Der Hintergrund ist sowieso zu weit weg um angeleuchtet zu werden.

Es wäre möglich, das der Blitz etwas zu weit nach rechts ausgerichtet war. Das kann ich jetzt natürlich nicht mehr prüfen.
dmberlin hat geschrieben:
Beim zweiten Bild: Verwendest Du die Streuscheibe des YS-D1? Die macht da schon einen Unterschied, v.a. die 120er...

Die Streuscheibe (Diffusor) verwende ich nicht, da sie laut Anleitung für einen Ausleuchtwinkel von 120°x120° vorgesehen ist. Ich hielt das bei 24mm im Weitwinkel für nicht nötig. Auch reduziert der Diffusor die Blitzleistung um ca. eine Blende.
dmberlin hat geschrieben:
Beim dritten Bild: Auch hier würde ich den Blitz mehr nach links/unten drehen. Ist das der Motorblock in Umm Gamar? Wenn ja oder ähnlich gross, dann ist er vielleicht auch zu gross um komplett per Blitz ausgeleuchtet zu werden. Wäre dann evtl. ein Argument für zweiten Blitz. Oder was sagen die Experten?

Möglich, das der Blitzarm auch hier falsch ausgerichtet war, kann ich wie schon erwähnt, jetzt nicht mehr prüfen. Ich hatte zumindet erhofft, das der Blitz den Motorblock in einer Tiefe von 2-3m ausleuchten kann. Das ist übrigens das Frack von Umm Kamar. :thumbup:
Uwe Schmolke hat geschrieben:
Ich denke, dies ist kein Canon Problem, sondern eines des Bedieners (f40 Fehlercode, was soviel heißt, der Fehlerverursacher befindet sich etwa 40 cm hinter der Kamera - lach).
Spaß beseite, ich habe Freunde, die mit der S100 bzw. S120 die schärfsten Aufnahmen (gerade Makros) schießen.

Ich denke auch, das es möglich ist, mit der Canon S100 scharfe Fotos zu machen. Das Problem mit unscharfen Motiven haben ich auch, wenn ich Fotos von Objekten machen, die nur 1-2 Meter entfernt sind. Ich denke der Kontrastautofokus der S100 hat hier doch etwas Probleme, wenn die Lichtsituationen nicht so optimal sind. Das Problem mit unscharfen Fotos habe ich übrigens bei relativ guten Sichtbedingungen, wie z.B. im Roten Meer mit 30m Sichtweite und nicht im deutschen Tümpel mit 1m Sicht. :wink:
Uwe Schmolke hat geschrieben:
Ich empfehle ein Focuslicht. Der Focus kann nur dann richtig greifen, wenn er saubere Strukturen (in erster Linie Kanten)erfassen kann.

Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, um etwas mehr Licht und bessere Farben bei Videos zu bekommen. Filmen war bei mir bis jetzt nicht im Fokus, da ich keine Videoleuchte in meinen Besitz hatte. Das es dadurch der Kamera erleichtert wird, besser zu Fokussieren, habe ich zuerst nicht in meinen Überlegungen berücksichtigt.
Uwe Schmolke hat geschrieben:
Meine Empfehlung ist die Anschaffung je einer Vorsatzlinse (für WW und Makro) und eines Fokuslichtes.

Ich glaube auch, das für den Anfang es besser wäre, eine Videoleuchte (Focuslicht) und zuerst mit einer Makrolinse besser investiert wäre. Es wäre schade, wenn ich im Winter auf die Philippinen reise und dort wegen fehlender "Ausrüstung" mit der Kamera nicht "optimale" Fotos machen kann.

@hecki
Schöne Fotos! :thumbup:


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BeitragVerfasst: Mi 22. Jul 2015, 21:24 
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Registriert: So 21. Sep 2014, 16:41
Beiträge: 7
Zitat:
Die Streuscheibe (Diffusor) verwende ich nicht, da sie laut Anleitung für einen Ausleuchtwinkel von 120°x120° vorgesehen ist. Ich hielt das bei 24mm im Weitwinkel für nicht nötig. Auch reduziert der Diffusor die Blitzleistung um ca. eine Blende.

Ich habe meistens die 100er Streuscheide dabei/drauf, und habe damit eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. I.d.R. ist der Blitz stark genug, bzw. es wird selten die volle Blitzleistung benoetigt. Und es gibt weichere Ausleuchtung, weniger "Spotbildung". Einfach mal probieren.... die Scheibe kann man ja problemlos mitnehmen und fuer ein paar Fotos UW vor den Blitz klemmen. Und wieder abnehmen falls die Blitzleistung nicht ausreichen sollte.

Zitat:
Möglich, das der Blitzarm auch hier falsch ausgerichtet war, kann ich wie schon erwähnt, jetzt nicht mehr prüfen. Ich hatte zumindet erhofft, das der Blitz den Motorblock in einer Tiefe von 2-3m ausleuchten kann. Das ist übrigens das Frack von Umm Kamar. :thumbup:

3 Meter Entfernung unter Wasser sind ja schon 6 Meter Lichtweg. Da bleibt vom Blitzlicht nicht mehr viel, v.a. der rote Anteil ist dann schon wieder fast komplett weg.
Soweit ich das verstehe, kann man das Konzept der Leitzahl nicht einfach UW anwenden. Also zur Berechnung der Blende bei kurzen Lichtweg (Makro) schon, aber bei langem Lichtweg stimmt die einfache Formel (Leitzahl = 1/2 x Lichtweg x Blendenzahl) nicht mehr. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass man bei 1 Meter Lichtweg UW die Leitzahl um einen Faktor 1/2 korrigieren muss - sprich: UW halbiert sich die effektive Leitzahl wenn der Lichtweg so zwischen 1 und 2 Metern ist. Bei laengerem Weg fehlt noch mehr Licht....

Zitat:
Ich denke auch, das es möglich ist, mit der Canon S100 scharfe Fotos zu machen. Das Problem mit unscharfen Motiven haben ich auch, wenn ich Fotos von Objekten machen, die nur 1-2 Meter entfernt sind. Ich denke der Kontrastautofokus der S100 hat hier doch etwas Probleme, wenn die Lichtsituationen nicht so optimal sind. Das Problem mit unscharfen Fotos habe ich übrigens bei relativ guten Sichtbedingungen, wie z.B. im Roten Meer mit 30m Sichtweite und nicht im deutschen Tümpel mit 1m Sicht. :wink:

Meine drei Lieblingstipps aus einem meiner UW-Fotobuecher:
1) Get close
2) Get close
3) Get close
Wenn ich das auch umsetze, also deutlich naeher als 1m rangehe (und den Fehler F40 vermeide), kommen oft schoene Bilder dabei raus und, auch wichtig, der Autofokus funktioniert besser.

"Out of Focus" Bilder produziere ich auch oft (mit der neuen G7x weniger als mit der G11 davor) - v.a. mit Makrovorsatzlinse habe ich (bei der G11) die schlechte Erfahrung machen muessen, dass die Kamera hin und wieder nicht fokussieren konnte. In dem Fall stelle ich die Kamera manuell auf kuerzeste Fokusdistanz und fokussiere mit Ellbogen... Auch da kommen dann so manche unscharfe Bilder raus - ist dann aber eindeutig F40 Fehler (@Uwe: Danke fuer die Erklaerung des Fehlercodes :D )


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BeitragVerfasst: Do 23. Jul 2015, 07:39 
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Beiträge: 520
hecki hat geschrieben:
Manchmal ist auch ein Blitz zu viel und man schattet den für die weitere Reduzierung von Schwebeteilchen oder aus Gründen der kreativen Lichtführung ab, z.B. mittels Lichtformer (Snoot)
Mit einem abgeschottetem Blitz, ein zweiter Blitz hätte hier nicht geholfen, hätte vermutlich nur weitere Schwebeteilchen produziert.
Dateianhang:
sepiola_DSC0271.jpg


DAS ist ein super Bild! :thumbup:

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BeitragVerfasst: Do 23. Jul 2015, 11:16 
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Hallo,

hier wurde ja fast alles beantwortet :)

Bleibt noch m.E. nach zu ergänzen das der Sea&Sea YS-D1 ein toller Blitz, aber eben auch keine Lichtkanone ist.
Für die meisten Bilder im Nahbereich und Makro völlig ausreichend, für die Ausleuchtung eines 10 m langen Walhais im Gegenlicht ungeeignet.
Ergo auch nur begrenzt für die geblitzte Wrackfotografie wie auf deinen Beispielbildern gezeigt geeignet...

Wenn du irgendwann mal auch die Sonne mit auf das Bild haben möchtest, dann bleibt doch nur ein Upgrade auf mehr Blitzpower wenn du das Motiv in Farbe haben möchtest..

Viele Grüße,

Thomas

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BeitragVerfasst: Fr 24. Jul 2015, 09:35 
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dmberlin hat geschrieben:
3 Meter Entfernung unter Wasser sind ja schon 6 Meter Lichtweg. Da bleibt vom Blitzlicht nicht mehr viel, v.a. der rote Anteil ist dann schon wieder fast komplett weg.
Soweit ich das verstehe, kann man das Konzept der Leitzahl nicht einfach UW anwenden. Also zur Berechnung der Blende bei kurzen Lichtweg (Makro) schon, aber bei langem Lichtweg stimmt die einfache Formel (Leitzahl = 1/2 x Lichtweg x Blendenzahl) nicht mehr. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass man bei 1 Meter Lichtweg UW die Leitzahl um einen Faktor 1/2 korrigieren muss - sprich: UW halbiert sich die effektive Leitzahl wenn der Lichtweg so zwischen 1 und 2 Metern ist. Bei laengerem Weg fehlt noch mehr Licht....

Ja halbieren bzw einige reden davon das man durch 3 teilen soll.
Ganau: im klaren Wasser muss man die LZ für über Wasser nochmal durch 2,2 (Wurzel(5) ) und im trüben Wasser 2,8 (Wurzel(8)) dividieren.

Das ganze ist aber nur bei ca. 1m hin. Die Abschwächung des Lichtes ist im Wasser viel Stärker und dazu noch abhängig von der Wellenlänge.
Dem ganzen liegt dann eine e-Funktion zu Grunde.

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BeitragVerfasst: Di 4. Aug 2015, 22:06 
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Vielen Dank für Eure Tipps! :idea:

Ich habe mich jetzt mal etwas umgesehen, was Fokuslicht bzw. Videoleuchten betrifft. Ich habe keine professionellen Ansprüche, aber ein befriedigendes Ergebnis wäre wünschenswert. Ich möchte keine Lagerräume in Fracks ausleuchten, oder eine gesamte Riffwand erhellen. Die Videoleuchte sollte aber im Nahbereich, 30cm-1,5m für ein akzeptables Ergebnis sorgen.

Ich habe da zuerst mal zwei Produkte auf dem Radar:

    i-Torch Video Pro 6+ - Ausleuchtwinkel 110° - 2800 Lumen, ca. 430 Euro

    i-Torch Venom 38- Ausleuchtwinkel 120° - 3800 Lumen, ca. 640 Euro

Wäre die i-Torch Video Pro 6+ für solche Ansprüche ausreichend? Bzw. sollte man dann besser zur i-Torch Venom 38 greifen?

Oder ev. ein anderes Modell, was ich noch nicht erwähnt habe?

Vielen Dank schon mal für die Unterstützung!


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BeitragVerfasst: Mi 5. Aug 2015, 07:36 
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Registriert: Do 17. Nov 2005, 17:28
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dmberlin hat geschrieben:
...
3 Meter Entfernung unter Wasser sind ja schon 6 Meter Lichtweg. Da bleibt vom Blitzlicht nicht mehr viel, v.a. der rote Anteil ist dann schon wieder fast komplett weg.
Soweit ich das verstehe, kann man das Konzept der Leitzahl nicht einfach UW anwenden. Also zur Berechnung der Blende bei kurzen Lichtweg (Makro) schon, aber bei langem Lichtweg stimmt die einfache Formel (Leitzahl = 1/2 x Lichtweg x Blendenzahl) nicht mehr. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass man bei 1 Meter Lichtweg UW die Leitzahl um einen Faktor 1/2 korrigieren muss - sprich: UW halbiert sich die effektive Leitzahl wenn der Lichtweg so zwischen 1 und 2 Metern ist. Bei laengerem Weg fehlt noch mehr Licht....


Das hängt einfach mit der unterschiedlichen Dichte von Wasser im Vergleich mit Luft zusammen. Wenn man bedenkt, dass Wasser (je nach Aggregatzustand) eine 750-850 -fache Dichte von Luft aufweist, kann man sich schon vorstellen, wie schnell Kunstlicht (aus der Videoleuchte oder dem Blitz) an seinem Limit ist. Zudem kommt hinzu, dass die wenigsten Gewässer „glasklarer“ Natur sind.
Nach meiner Erfahrung brauchst Du UW erst gar nicht versuchen, etwas „auszuleuchten“ was sich in größer 1m Entfernung befindet.

Zu den beiden Videoleuchten kann ich nicht sagen, da ich sie nicht kenne.

Viele Grüße
Uwe

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