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UNTERWASSERFOTOGRAFIE
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BeitragVerfasst: So 25. Mai 2014, 15:52 
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Registriert: So 22. Mai 2011, 15:32
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1. Erster Eindruck

Die Tasten sind besser als bei der E-PL3, die ich vor 2 1/2 Jahren ausprobiert hatte. Sie stehen etwas hervor und lassen sich besser drücken. Der Stativadapter endlich mittig unter dem Objektiv, eine ArcaSwiss-Wechselplatte blockiert das Batteriefach nicht. Das Batteriefach empfinde ich als pfrimelig: nach dem Entriegeln springt der Deckel nur leicht auf, man muss ihn hochklappen (am Ende gegen einen Widerstand), um die Speicherkarte entnehmen zu können. Und beim Herunterklappen rastet der Deckel nicht ein, man muss ihn gedrückt halten und den Schieber nach vorne schieben. Die Abdeckung für USB- und HDMI-Buchse hat den Charme eines Abziehetikettes, man mus eine Gummilasche hochziehen und anschließend wieder die kleinen Noppen auf der Unterseite zum Einrasten am Gehäuse bringen.

Wenn man eine dSLR hat, bei der die Cursortasten mit festen Funktionen belegt sind, dann ist es ungewohnt, dass bei der O-MD E-M10 beim Drücken einer Taste das Raster zum Verschieben des Fokusfeldes kommt. Man muss zuerst die OK-Taste drücken, damit die einstellbaren Funktionen auf dem Display erscheinen - ich habe auf die Darstellung „Live Kontrolle“ umgeschaltet, bei der die hoch/runter-Cursortasten die Funktionen am rechten Displayrand auswählen und die links/rechts-Cursortasten die Parameter einstellen. Nach 2 Tagen habe ich mich daran gewöhnt.

Das Menü ist weiterhin Olympus-üblich chaotisch. Insbesondere bei den Einstellungsmenüs kann ich nur über die Aufteilung den Kopf schütteln. Leider schreibt die Kamera die Bilder über Tage hinweg in einen Ordner - in der Preisregion hätte ich erwartet, dass sie zumindest jeden Tag einen neuen Ordner anlegt.

Video habe ich nicht ausprobiert, lt. Handbuch für FullHD und 720p zwei unterschciedliche Qualitäten, aber keine Mikrofonbuchse. Den Zubehöranschluss (accessory port) unterhalb des Blitzschuhes hat die OM-D E-M10 nicht.


2. Bedienungsanleitung

Ein gedrucktes dickes Buch - aber 28 Sprachen und für jede nur 4,5 Seiten zzgl. 2,5 Seiten Sicherheitshinweise. Für jemanden, der schon Erfahrung mit Digitalkameras hat, völlig nutzlos. Das richtige Handbuch nur als PDF auf DVD oder per Download. Viele Links in dem PDF führen nicht zu der betreffenden Seite, sondern FoxitReader springt zur Seite 1. Das passiert auch bei der Bookmarkleiste bei manchen Kapiteln.


3. Geschwindigkeit

Im AF-C Modus „High“ macht die Kamera 6,7 Bilder/sek bei JPEG und 6,4 Bilder/sek bei RAW+JPEG. RAW bremst die OM-D E-M10 also nicht aus, wie es bei vielen Kompaktkameras der Fall ist. Die versprochenen 8 Bilder/sek werden nicht erreicht.

Man kann getrennt für AF-S und AF-C Auslösepriorität oder Schärfepriorität einstellen. Laut Test der Seite digitalkamera.de soll Schärfepriorität bei AF-C „High“ nicht funktionieren. Im Handbuch finde ich dazu keinen Hinweis. Bei AF-C „Low“ kann ich keinen Unterschied feststellen. Die Kamera macht dann übrigens ca. 2,5 Bilder/sek.

Die Kamera hat zusätlich einen Trackingmodus, sie versucht dann einen scharfgestellten Bereich im Fokus zu halten, auch wenn dieser sich seitlich bewegt. Bei AF-C ist das eher sinnlos, da nach jeder Aufnahme der anzufokussierende Bereich neu gewählt wird. Ab und zu springt der AF-Rahmen - obwohl ich ihn zuvor auf ein festes Feld gestellt habe - an eine ganz andere Stellen, einmal ist das Bild erstmal komplett unscharf geworden, bis der Fokus wieder gepackt hat. Mehr dazu in einem weiteren Thread: http://uwpix.org/viewtopic.php?f=99&t=6550



4. Bildqualität, Rauschen usw.

Ähnlich wie die Canon G1X Mark II hat auch die JPEG-Engine der OM-D E-M10 die Bildqualität gut im Griff. Das Rauschen bei 12800 könnte man bei der G1X Mk2 als „spitze Körnchen“ bezeichnen, bei der E-M10 sind die Körnchen rundgeschliffen. Das ganze ohne störendes Farbrauschen und kein Abkippen der Farben. Gegenüber der E-PL3 hat sich m.E. einiges getan und das bei höherer Bildauflösung.

Zusätzlich habe ich die RAWs in Lightroom entwickelt, sowohl bei ISO 200 als auch ISO 3200 kein Unterschied zu meiner Pentax K5IIs.


5. Blitz

Die OM-D E-M10 löst auch manuelle Blitze aus, die nur den Mittenkontakt besitzen. Lt. Handbuch beträgt die Synchronzeit 1/250 s. Den Yongnuo YN560-III löst die Kamera auch bei 1/320 s problemlos aus, erst ab 1/400 s gibt es teilweise dunkle Bilder durch den 2. Verschluß.

Den internen Blitz kann man sehr fein dosiert auf Teillichtmengen einstellen, die schwächsten Stufen sind
1/25stel, 1/32stel, 1/40stel, 1/50stel und 1/64stel. Bei 1/64stel schafft die OM-D E-M10 im Serienmodus „Low“ immerhin 2,4 Bilder/sek - mit einem schnellen externen UW-Blitz könnte man auch Serienaufnahmen schießen.


6. Weißabgleich

Die OM-D E-M10 hat einem Weißabgleich für Unterwasser, aber ich sehe da keinen wirklichen Unteschied zu AWB.

Dann gibt es 4 Speicherplätze für einen manuelle Weißabgleich, bei dem man eine weiße Fläche abfotografiert. Olympus nennt das „Sofort-Weißabgleich“. Der interne Blitz wird dabei auch ausgelöst. Man muss einen der Speicherplätze auswählen, die INFO-Taste drücken, den Auslöser drücken und bestätigen, dass man diese Einstellung speichern will. Gegenüber der Canon G1X Mk2 ein paar Knöpfe mehr zu drücken.

Den Weißabgleich, bei dem man die Farbtemperatur in einem Bereich von 2000 K bis 14000 K einstellt, nennt Olympus CWB. Eine Feineinstellung zwischen Grün < > Magenta und Blau <> Amber habe ich an dieser Stelle vermisst, dazu muss man in das Menü „Anpassen der Kameraeinstellungen“, dann Color/WB und den Eintrag WB: für jeden möglichen Modus kann man das getrennt einstellen, aber ausgerechnet für CWB nicht! ](*,)


7. Makro

Ich habe die Kamera mit einem Kitobjektiv 14-42mm/F3.5~5.6 EZ erhalten. Diese EZ-Version hat sowohl am kurzen als auch langen Ende eine um 5 cm kurzere Naheinstellgrenze als das 14-42mm F3.5~5.6 II R. Dadurch für Makroaufnahmen „an Land“ etwas besser geeignet. Da es aber kürzer ist, wird es im Unterwassergehäuse weiter vom der Planportscheibe entfernt sein und Nahlinsen eine geringere Wirkung haben. Das Objektiv hat eine Zoomwippe anstelle eines Zoomringes - keine Ahnung, ob sich die in einem Unterwassergehäuse bedienen lässt. Einen Zoomring gibt es dafür anscheinend nicht.

bei 42mm Brennweite: ca. 14 mm von der Frontlinse zum Objekt - 63 mm breit
dto., mit +5 dpt Nahlinse: ca. 8 cm von der Nahlinse zum Objekt - 38 mm breit
dto., mit +8 dpt Nahlinse: ca. 5 cm von der Nahlinse zum Objekt - 23 mm breit

Bei F8.0 Schärfe in der Mitte (ohne Nahlinsen) top, an den Rändern schwächer, aber deutlich besser im Vergleich zur Canon G1X Mark II. In den Ecken kräftige Vignetierung. Der Abbildungsmaßstab beträgt 1:3,6 - das ist zwar schlechter als bei der Nikon P7100, aber erheblich besser als bei der Canon G1X Mark II.


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