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UNTERWASSERFOTOGRAFIE
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BeitragVerfasst: Sa 31. Jan 2009, 23:14 
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Beiträge: 1161
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Hallo,
ich möchte mal ein Thema aufgreifen, dass bislang (so zumindest meines Wissens nach) überhaupt noch nicht besprochen wurde.

Ich habe kürzlich meinen nächste Tauchtrip gebucht und bin doch recht erstaunt, eine Rechnung mit sofortiger Zahlungsaufforderung des Gesamtbetrages rund 7 Wochen vor Abflug bekommen zu haben.

Vom alten, m.E. aber sehr berechtigtem Kaufmannsgrundsatz, zunächst die Ware, dann die Bezahlung, ist schon gar nicht mehr die Rede :roll:

Das sogenannte Upfrontpayment hat weitreichend (zumindest in Tauch- und Reiseszene) um sich gegriffen.

Das war einmal anders. Sehr angenehm erinnere ich mich noch an Trips (z.B. ins Rote Meer auf einem Liveaboad), da wurde der Flugpreis vor Reiseantritt (etwa 2-4 Wochen) bezahlt und die Kosten des Bootes nach Abschluß des Trips.
Sehr, sehr ordentlich :!:

Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema.

Gutes Nächtle
Uwe

P.s.: Hoffendlich habe ich Euch jetzt nicht zu sehr ins grübeln gebracht und ihr könnt nicht mehr einschlafen :lol:

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Nikon D800 im Seacam & D200 im Nexus Gehäuse. Canon G12 im Patima. Div. Linsen und Blitze.


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BeitragVerfasst: So 1. Feb 2009, 18:58 
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Beiträge: 647
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Hi!

Ich kenns leider gar nicht anders... wobei ich hab meinen Kubaflug im Oktober gebucht, letzte Woche hab ich unserem Reisebürokontakt gebeten, mir doch die Rechnung zu schreiben.

lg Stoffi

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<b>hat</b>: 3,5 Gehäuse für Mamiya 645 1000s 80,45,24, 35, 120er (makro) Optik, Hartenberger 500TTL Blitz (Mother), unterwaser Blitzbelichtungsmesser, Makroport, weitwinkelport & <b>Domeport</b>.
<b>will</b>: professional Blitzarm, Stativschelle...


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BeitragVerfasst: So 1. Feb 2009, 20:20 
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Hallo Uwe,

ich kenne es "leider" auch nicht anders. Am Anfang gibt es je nach Reisepreis eine entsprechende Anzahlung und die Restzahlung erfolgt 3 oder 4 Wochen vor Reiseantritt. Nach erfolgter Restzahlung werden ja auch erst die Flugtickets verschickt.

Grüße
Jens

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Nikon D200 | Sea&Sea DX-D200 | Nikon 10,5mm Fisheye | Nikon 20mm | Nikon 60mm Makro | Nikon 105mm VR Makro | Nikon 70-180 Makro | Tokina 12-24 | 2x Ikelite DS-125 | Analog: Nikon F90x | Sea&Sea NX-90


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BeitragVerfasst: Mo 2. Feb 2009, 12:58 
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Jens hat geschrieben:
...Am Anfang gibt es je nach Reisepreis eine entsprechende Anzahlung und die Restzahlung erfolgt 3 oder 4 Wochen vor Reiseantritt. Nach erfolgter Restzahlung werden ja auch erst die Flugtickets verschickt.

Grüße
Jens


Mich wundert es schon, dass Ihr dies so selbstverständlich hinnehmt :roll:

Das mit der Anzahlung, etwa in Höhe der Flugkosten geht ja noch in Ordnung. Aber keine Hotelbuchung wird doch voraus bezahlt :!:

Mal angenommen mein gewählter (wahrscheinlich zum letzten Mal) Reiseveránstalter verkauft so nur 4000 Reisen pro Jahr, dann macht das etwa 10.000.000 € Vorabkasse, die bei 5% Anlagezinsen und 5-6 Wochen, satte 50.000,- € in die Kasse spülen, ohne dafür auch nur irgendeine Leistung erbracht zu haben. Sehr, sehr seltsam, nicht :?:

Vielleicht leben die ja davon und die Reisevermittlung ist "nur" Mittel zum Zweck :roll:

Ganz davon zu schweigen, dass man bei nicht Einhaltung der zugesagten Leistung nicht kürzen kann, sondern eine seltsame Umkehr der Beweiserbringung zum tragen kommt und der Kunde seine berechtigte Forderung erst mittels anwaltschaftlicher und kostenträchtiger Tätigkeit einfordern muß :twisted:

Ich denke, künftig wieder wie gehabt zu verfahren. Reise selbst organisieren, den Flugpreis überweisen und je nach (erbrachter und zufriedenstellender) Leistung den Ersteller derer direkt bezahlen.

Insgesamt verwundert es mich jedoch, das ihr dieses Thema gar nicht als "unnatürliches" Verhalten erachtet :roll:

Ich meine, da sollte man mal wieder einiges "gerade rücken".

Wir sind schließlich Kunden und nicht (Reise-) Bittsteller :idea:

Uwe

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BeitragVerfasst: Mo 2. Feb 2009, 14:29 
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Registriert: Di 5. Aug 2008, 08:14
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[quote="U.W.E"]
Ganz davon zu schweigen, dass man bei nicht Einhaltung der zugesagten Leistung nicht kürzen kann, sondern eine seltsame Umkehr der Beweiserbringung zum tragen kommt und der Kunde seine berechtigte Forderung erst mittels anwaltschaftlicher und kostenträchtiger Tätigkeit einfordern muß :twisted:
[/quote]

Naja, beim Privatkundengeschäft müßten die Reiseveranstalter ansonsten davon ausgehen, dass 10%-20% ihrer Kunden nachher nicht zahlen und sie die Kosten gerichtlich einklagen müßten, wenn bei denen überhaupt was zu holen ist. Die Kosten für diese faulen Kunden möchtest Du doch sicher nicht mit tragen, sondern bist froh, dass der Veranstalter solche Kunden vermeidet und Dir damit günstige Preise anbieten kann, oder?

Formal hat der Reiseveranstalter in dem Moment seine Leistung erbracht, in dem er Dir die Tickets und Hotelvouchers schickt. (Ganz formal: wenn er sie auf die Post gibt, nicht erst wenn sie bei Dir ankommen.) Das sind i.d.R. nur ein paar Tage nach Zahlungseingang.

Das Verhalten der Reiseveranstalter halte ich für vollkommen korrekt. Schließlich ist der Reiseveranstalter gegenüber Hotels, Airlines etc. zur Zahlung verpflichtet. Er könnte sich das gar nicht leisten, so weit in Vorleistung zu gehen, wenn ein ernsthaftes Ausfallrisiko besteht. Die einzige Alternative wäre mMn. eine Absicherung über die Kreditkarte, mit der Auswirkung dass ausgerechnet während des Urlaubs ein dicker vierstelliger Betrag von Deinem Limit blockiert ist.

Wenn man das nicht will muss man halt, so wie ich das mache, individuell reisen. Aber auch da bestehen manche Hotels und Tauchbasen auf Vorkasse oder zumindest einer Garantiebuchung für 1 Nacht / 1 Tauchtag. Und zwar meiner Erfahrung nach nicht die schlechtesten.

Oliver


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BeitragVerfasst: Mo 2. Feb 2009, 14:46 
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Hat jetzt nicht unbedingt was mit Tauchurlaub zu tun, aber:
Ich habe es schon erlebt, dass Hotels Dir beim Einchecken :!: Deine Übernachtung komplett abbuchen und nicht nur das (ist mir in der Schweiz passiert), sondern auch noch einen deutlich höheren Betrag. Die zuviel gezahlte Differenz gab es beim Auschecken (natürlich in SFR) bar zurück!!!
Das nenn' ich dann wirklich unverschämt :!:

Gruss Olaf

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Nur ein Tag mit Tauchgang ist wirklich ein guter Tag
Nikon D800, D200 und F90X in Sea&Sea-Gehäusen, Fisheyedome / Flatport, ziemlich viele Objektive. Dazu ein paar Subtronic-Blitze.
Nikonos RS mit 50er Makro und 20-35 Zoom und Nikonos V mit S&S 15/17/28/35mm.

http://www.besser-tauchen.de


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BeitragVerfasst: Mo 2. Feb 2009, 18:28 
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H(a)i,

den Gedanken von Uwe zu Ende gedacht: Warum überhaupt den Flugpreis (in voller Höhe) vorab bezahlen? - Dann kommt man, wie mir beim Condor-Flug nach Ägypten im November geschehen, ohne Tauchgepäck dort an, hat den vollen Flugpreis gezahlt und kann sich nun mit der Fluggesellschaft auseinandersetzen ...

Das Hauptproblem bei Vorkasse sehe ich grundsätzlich darin, daß hier für den Vorleistenden das Risiko besteht, im Fall der Insolvenz des Vertragspartners totz eigener Leistung die Gegenleistung nicht zu erhalten. Dieses Risiko ist, wenn ich es richtig sehe, vom Gesetzgeber durch das Institut des Sicherungsscheins weitgehend beseitigt worden. Unterstellt man, daß der Veranstalter den durch die Vorkasse erzielten "Zinsgewinn" (die von Uwe errechneten Euro 50.000) in der Kalkulation des Reisepreises berücksichtigt, sieht das Problem der Vorkasse nicht mehr ganz so schlimm aus.

Ärgerlich ist, daß die von den meisten Veranstaltern geforderte Anzahlung sich in letzter Zeit verdoppelt hat (von 10 % auf 20 %).

In Möbelhäusern weigere ich mich, eine Anzahlung zu leisten, die über einen symolischen Betrag (max. Euro 200 auch bei größeren Anschaffungen) hinausgeht. Das wird auch - maulend - akzeptiert, weil ich sonst keinen Vertrag unterschreibe. Bei Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften sehe ich keine Chance, die geforderte Vorkasse wegzuverhandeln.

Schöne Grüße
Rolf

P.S.: Auf meine Strafanzeige hin hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs gegen die Geschäftsführer von Condor eingeleitet. Siehe http://www.scubanova.de/uwpix/viewtopic.php?t=2654&postdays=0&postorder=asc&start=15[/url]

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--- Canon 7 D im Ikelite-Gehäuse mit Canon EF 17 - 40, Tokina 10 - 17, Canon 60er und 100er Macro; 2 x Ikelite-Blitz (DS 125, DS 160) ---


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BeitragVerfasst: Mo 2. Feb 2009, 18:32 
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rost hat geschrieben:
P.S.: Auf meine Strafanzeige hin hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs gegen die Geschäftsführer von Condor eingeleitet. Siehe http://www.scubanova.de/uwpix/viewtopic.php?t=2654&postdays=0&postorder=asc&start=15[/url]


Rolf - mir graut vor Dir :shock:
Dich hab ich lieber als Freund denn als Feind :lol:
Aber gut so! Man kann und muss sich nicht alles bieten lassen. Vielleicht hat das Auswirkungen auf meinen Condorflug im April... :lol:

Gruß, Ivo


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BeitragVerfasst: Mo 2. Feb 2009, 19:15 
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H(a)i Ivo,

natürlich habe ich kein Interesse daran, daß irgend jemand von Condor bestraft wird. Mir geht es allein darum, etwas zu tun, um das Problem künftig möglichst nicht mehr entstehen zu lassen. Totz der Vielzahl von Fällen, in denen in den letzten Monaten Passagiere in Ägypten ohne Gepäck ankamen, hat Condor diesen unhaltbaren Zustand einfach weiterlaufen lassen: Tickets für Passagiere und Tauchgepäck verkauft, obwohl die Flieger gar nicht alles befördern konnten.

Jetzt habe ich die Hoffnung, daß Aktivitäten der Staatsanwaltschaft den Verantwortlichen bei Condor die Augen öffnen, daß es so nicht weitergeht.

Ich hoffe für Dich, daß Du nicht von dem Gepäckproblem betroffen sein wirst. Hast Du Dein Tauchgepäck schon angemeldet?.

Schöne Grüße
Rolf

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BeitragVerfasst: Mo 2. Feb 2009, 20:11 
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uwpix team
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Hai Rolf! :P

Weis ich nicht... ein Freund organisiert den Vollcharter für uns mit Flügen. Beim Schiff mache ich mir keine Gedanken, da unser Guide (mit dem ich 5 Safaris) gemacht habe mit seinen Schwiegereltern (die ich auf der Boot kennengelernt habe) selbst dabei ist.
Bezüglich der Flüge werde ich bei meinem Freund mal nachhören...

Gruß und Dank für die Infos, Ivo :lol:


Zuletzt geändert von Ivo am Di 3. Feb 2009, 10:36, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Di 3. Feb 2009, 00:37 
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rost hat geschrieben:
...
In Möbelhäusern weigere ich mich, eine Anzahlung zu leisten, die über einen symolischen Betrag (max. Euro 200 auch bei größeren Anschaffungen) hinausgeht. Das wird auch - maulend - akzeptiert, weil ich sonst keinen Vertrag unterschreibe. Bei Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften sehe ich keine Chance, die geforderte Vorkasse wegzuverhandeln.

Schöne Grüße
Rolf

...


Ich glaube, eben kommen wir der Sache näher :idea:

Was unterscheidet ein Möbelhaus, rein geschäftlich und vom Risko betrachtet, von einem Reiseveranstalter :?:

Meine Vermutung liegt darin, dass das entsprechende Kientel nicht so kritisch mit der Ware wie beim Möbelhaus umgeht :idea:

Im Grunde genommen ist es die selbe Grundlage, nur würde ein Möbelhaus (aufgrund der Konkurrenzsituation und dem kritischen und wahrscheinlich finanziell eher klaffen Klientels) sich nie getrauen, ein solches Gebahren an den Tag zu legen.

@wahrscheinlich wären sie auf absehbare Zeit mit einem solchen Gebahren auch bankrott.

Warum lassen wir uns als Kunden also in eine solch wenig komfortable Situation in dem Fall der Reisebuchungen ein :?:

Wie gesagt, ein solches Upfrontpayment sucht im Dienstleistungssektor sonst seines gleichen.

Und Stories von nicht oder sehr unvollständig erbrachten Reiseleistungen kann, so glaube ich, hat jeder von uns selbst schon erlebt :twisted:

@Oliver: Deiner pro- Argumentation für Reiseveranstalter und zur Kundenschutzargumentation kann ich nicht recht folgen :roll:
Wo ist da bitte der Unterschied zu Leistungsanbietern anderer (Dienst-)Leistungen :?:

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BeitragVerfasst: Di 3. Feb 2009, 09:13 
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U.W.E hat geschrieben:
Im Grunde genommen ist es die selbe Grundlage, nur würde ein Möbelhaus (aufgrund der Konkurrenzsituation und dem kritischen und wahrscheinlich finanziell eher klaffen Klientels) sich nie getrauen, ein solches Gebahren an den Tag zu legen.


DA wäre ich mir nicht so sicher.... kurz vor Weihnachten hat hier in Köln ein traditionsreiches Möbelhaus Insolvenz angemeldet. Dabei kam dann raus, daß die Kunden teilweise sehr hohe Anzahlungen geleistet hatten. Der Fall eines 16.000 Euro Esstisches ging hier durch die Presse, der - wenn ich mich recht erinnere - sogar schon komplett vorher bezahlt war. Der Käufer sollte den Tisch nochmal bezahlen, weil das Geld in die Insolvenzmasse eingegangen war. Hat er aber nicht (und muß wohl immer noch vom Fußboden essen).

Also Vorsicht mit solchen Aussagen... ;)

Gruß
Andrea

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Olympus OM-D E-M5 im Nauticam-Gehäuse, Inon D2000w/ Über Wasser: Canon 5D MarkII + 7D - Canon 15-85 mm, 24-105 mm, 50 mm Makro, 100 mm Makro und weitere Spielzeuge.. ;-)

Webseite: http://www.andreaonline.de/ - Reise-/Foto-Blog: http://andreaontour.de/


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BeitragVerfasst: Di 3. Feb 2009, 09:14 
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Registriert: Di 5. Aug 2008, 08:14
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[quote="U.W.E"]
Was unterscheidet ein Möbelhaus, rein geschäftlich und vom Risko betrachtet, von einem Reiseveranstalter :?:
[/quote]

Er verkauft Waren, keine Dienstleistungen. Wenn der Kunde sie nicht abnimmt oder nicht bezahlen will, kann er sie immer noch jemand anderem verkaufen. Mit Verlust, aber er hat ja die Anzahlung. Wenn die Dienstleistung erbracht ist, ist sie erbracht und man kann sie nicht zurücknehmen.

Der Verkäufer im Möbelhaus kann den Kunden aufgrund seines Verhaltens auch einigermaßen einschätzen, ob er es mit dem Kauf ernst meint oder nicht. Und ein Möbelhaus kennt die Adressen in der Region und kann die Kunden auch von daher einigermaßen einschätzen. Ein Tauchreiseveranstalter, den man per Internet oder Telefon in Anspruch nimmt, kann das nicht.

Um die Zahlungsmoral ist es in Deutschland gerade bei Dienstleistungen nicht besonders gut gestellt. Gerade deswegen ist das Schuldrecht ja bei der letzten Änderung so umgestellt worden, dass Du als Privatkunde für Dienstleistungen immer voll bezahlen mußt und erst auf dem Beschwerde-/Klageweg Rechte einfordern darfst. Gab zu viele die eigentlich schon aus Prinzip 10% oder 20% eingehalten waren und damit viele Kleinunternehmer in den Ruin getrieben haben.

Bei Sachleistungen gibt es ja immer die Sache, an der der Lieferant sich das Eigentum bis zur 100%-Zahlung vorbehalten kann.

[quote="U.W.E"]
Wie gesagt, ein solches Upfrontpayment sucht im Dienstleistungssektor sonst seines gleichen.
[/quote]

Handwerker zahlst Du z.B. nachher, aber wie oben gesagt, Du als Privatkunde [b]musst[/b] 100% bezahlen wenn Du die Rechnung bekommst, ob die Leistung in Ordnung war oder nicht. So will es das Gesetz. Der Unterschied ist wiederum, dass der Handwerker Deine persönlichen Verhältnisse kennt und gleich geht, wenn er nicht glaubt, dass Du zahlen kannst.

[quote="U.W.E"]
Deiner pro- Argumentation für Reiseveranstalter und zur Kundenschutzargumentation kann ich nicht recht folgen :roll:
Wo ist da bitte der Unterschied zu Leistungsanbietern anderer (Dienst-)Leistungen :?:[/quote]

Der einzige Unterschied liegt im Zahlungszeitpunkt. Du hast gegenüber dem Reiseveranstalter genauso viel und genauso wenig Rechte wie bei anderen Dienstleistern. Produkte und Dienstleistungen kannst Du nicht vergleichen.


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BeitragVerfasst: Di 3. Feb 2009, 09:52 
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Oliver Bonten hat geschrieben:
U.W.E hat geschrieben:
Deiner pro- Argumentation für Reiseveranstalter und zur Kundenschutzargumentation kann ich nicht recht folgen :roll:
Wo ist da bitte der Unterschied zu Leistungsanbietern anderer (Dienst-)Leistungen :?:


Der einzige Unterschied liegt im Zahlungszeitpunkt. Du hast gegenüber dem Reiseveranstalter genauso viel und genauso wenig Rechte wie bei anderen Dienstleistern. Produkte und Dienstleistungen kannst Du nicht vergleichen.


Lassen wir also einmal das Möbelhaus beiseite.

Nehmen wir tägliche (Dienst-) Leistungen wie die Müllabfuhr, einen Tapezierer, ärztliche oder anwaltschaftliche Leistungen.

Nach erbrachter Leistung wird dort die Rechnung erstellt.
Und wenn diese Leistung nicht dem Angebot entspricht, wird es sich der Leistungsersteller auch zweimal überlegen eine Rechnung zu stellen, die im Konflikt mit der in Aussicht gestellten Leistung steht.

Natürlich ist die erbrachte Leistung (ob vollständig, vermag ich aus juristischer Sicht nicht zu beantworten) zu erstatten, aber, wie gesagt, hier erfolgt ein direkter Vergleich dessen was Angebot zu Leistung ausmacht :idea:

Und bei all diesen Beispielen, bedingt durch ein fehlendes Upfrontpayment, hat es auch nicht das Geschmäckle eines "Geldparkens" (wie es uns sicher allen im Falle der KfW übel aufgestossen ist) :twisted:

Und das Reiseveranstalter sich den (Vertriebs-) weg über das Internet oder Telefon (selbst) gewählt haben, ist ja nicht das Verschulden des Kunden :!:

Ich suche noch nach anderen Branchen, in denen sich ein ähnlich abstruses Verhalten hat etablieren können :roll:

Weiterhin sehr nachdenklich
Uwe

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BeitragVerfasst: Di 3. Feb 2009, 18:23 
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Registriert: Do 29. Jan 2009, 11:23
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rost hat geschrieben:
.... Tickets für Passagiere und Tauchgepäck verkauft, obwohl die Flieger gar nicht alles befördern konnten.

...Schöne Grüße
Rolf


Wenn ich als ehemalige Fracht- und Opsmaus mal meinen Senf dazugeben darf: Wenn Gepäck stehen bleibt, ist das nie eine Frage der Kapazität, sondern der Logistik. Dann hat es jemand beim Einchecken verpennt, der Container ist nicht verladen worden o.ä.

Ein A320 z.B. hat ein Maximales Startgewicht von 77 Tonnen. Da müssten schon ordentlich Passagiere ordentlich Übergepäck mitnehmen, um an die Limits zu kommen. Und Gepäck hat auch immer Prio I, gleich nach Live Transplants etc, dh. es bleibt keineswegs Gepäck stehen um Fracht mitzunehmen.

Die Condor wird müde lächeln und die Verantwortlichkeiten an den Handlingspartner am jeweiligen Flughafen verweisen. Und was die Aussage von Stewardessen angeht bei Condor seit Jahren schon schlecht ausgebildete Teilzeithühner, insofern geb ich da nicht viel drauf.

Wir hatten meist bei den Flügen nach Colombo kleine Probleme, weil die Damen mit exotischen Gepäckinhalten wie Kompressoröl nichts anfangen konnten. Auf freundliche Nachfrage waren sie aber immer bereit, den Flightmanager herbeizurufen und alles absegnen zu lassen.

Um mal auf das eigentliche Thema zurückzukommen:

Wir haben dieses Jahr Bali auch pauschal gebucht. Weil zwischen Buchung und Reiseantritt nur 3 Wochen lagen, hat der Reisebüro MA höflich angefragt, ob er den Betrag per Kreditkarte einziehen darf. Letztes Jahr Marsa Alam haben wir den Flug selbst gebucht und das Hotel so reserviert - auch da mussten wir eine Anzahlung leisten.

Vorteil bei der Pauschalbeauftragung: Man braucht sich um nichts kümmmern und hat kein Theater, wenn man vielleicht doch mal einen Flug umbuchen muss, da sind Reisebüros aufgrund ihres Flugpools einfach flexibler. Wenn man selbst bucht, ist man je nach Tarifgrundlage einfach festgelegt oder muss hohe Gebühren zahlen.

Ich persönlich seh das nicht so kritisch. Wenn ich mich entschliesse in Urlaub zu gehen, ist das Geld dafür budgetiert, und insofern bringt es mich nicht um, es ein paar Tage früher zu bezahlen.


Gruss
DD

_________________

Ricoh Caplio R3 alias Sea&Sea DX 3000 G
Canon IXUS 500 / WP-DC800 & Olympus SP350/ PT-030 / Olympus TG-1


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BeitragVerfasst: Di 3. Feb 2009, 20:26 
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Beiträge: 57
Wohnort: Schweiz
Hier in der Schweiz kenne ich nichts anderes als sofort bezahlen

Jeden Flug den ich bis anhin gebucht habe wurde sofort meiner Kreditkarte belastet, egal ob ich in einer Woche oder erst in 4 Monaten geflogen bin.

Bei Pauschalreisen ist es immer so, dass 1/3 bei Buchung belastet wird, die restlichen 2/3 etwa 4 Wochen vor Abflug.


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BeitragVerfasst: Mi 4. Feb 2009, 09:13 
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Registriert: Di 5. Aug 2008, 08:14
Beiträge: 24
[quote="U.W.E"]
Nehmen wir tägliche (Dienst-) Leistungen wie die Müllabfuhr, einen Tapezierer, ärztliche oder anwaltschaftliche Leistungen.

[b]Nach[/b] erbrachter Leistung wird dort die Rechnung erstellt.
Und wenn diese Leistung nicht dem Angebot entspricht, wird es sich der Leistungsersteller auch zweimal überlegen eine Rechnung zu stellen, die im Konflikt mit der in Aussicht gestellten Leistung steht.

Natürlich ist die erbrachte Leistung (ob vollständig, vermag ich aus juristischer Sicht nicht zu beantworten) zu erstatten, aber, wie gesagt, hier erfolgt ein direkter Vergleich dessen was Angebot zu Leistung ausmacht :idea: [/quote]

Diese Dienstleister haben auch keine (oder geringe) eigene Kosten durch die Leistungserbringung, während der Reiseveranstalter i.W. Leistungen anderer Leute paketiert weiterverkauft. Er muss die also schon einkaufen und müßte in Vorleistung gehen, wenn er nicht auf Vorauskasse besteht. Ob das bei den Summen um die es geht für einen Kleinunternehmer irgendeine Bank unterstützt? Der Tapezierer riskiert an einem Arbeitstag den Gewinn von einem Tag, Umsatz ist nahezu gleich Einkommen. Der Reiseveranstalter kann an einem Arbeitstag schonmal locker den Gewinn mehrerer Monate riskieren, weil seine Wertschöpfung verglichen am Umsatz sehr gering ist. Das übersteigt vermutlich seine Kreditlinie.

Der Handwerker darf in jedem Fall seine Rechnung stellen (und Du musst sie sofort bezahlen), auch wenn Du der Meinung bist, dass seine Leistung unvollständig oder mangelhaft erbracht ist. Ein guter Handwerker wird das nicht tun, aber die sind leider die Ausnahme.

Oliver


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