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 Betreff des Beitrags: Wracksafari im Roten Meer
BeitragVerfasst: Mo 28. Jun 2010, 19:24 
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Wracksafari im Roten Meer
Wenn einer eine Reise tut…
Autor: Ivo


Freitag, 16. April 2010 um 10.30Uhr – noch 7 Tage bis zum theoretischen Abflug

Seit Wochen quält mich der Gedanke ans Packen meiner diesmal mehr als umfangreichen Tauch- und Fotoausrüstung. Quälend deshalb, weil es am 22. April auf Wracksafari ins Land am Nil gehen soll und ich gerne verschiedene Wrackaufnahmen mit mehreren Sklavenblitzen gestalten möchte. Aber auch für Makroaufnahmen habe ich mir verschiedene Blitzlösungen ersonnen, welche den Einsatz weiterer Blitzgeräte erfordern.
So sind es jetzt ganze 6 Amphibienblitze die es gilt irgendwie im Gepäck zu verstauen. Die zulässigen 60 Kilogramm Gepäck werde ich wohl ausschöpfen. Ich darf gar nicht an die Schlepperei denken, die mir bevorsteht…

Dabei steht diese, meine nun 11te Safari im Roten Meer, von Beginn an unter keinem guten Stern.
Das erste gebuchte Safariboot der Luxusklasse „MY Sweet Dream“ starb vor ca. 8 Wochen im Trockendock liegend, mit 3 weiteren Schiffen den Feuertod. Das war dann ein kurzer süßer Traum. Ironischerweise ist Feuer eine der häufigsten Ursachen für den Verlust von Schiffen. Wer hätte das gedacht?

Es half nichts. Ein neues Boot musste her und wurde mit der kurz vor der Fertigstellung befindlichen „MY Sea Sound II“ dann auch gefunden. Ein nagelneues Schiff, welches der Beschreibung nach die Taucherherzen höher schlagen lässt. Was aber nützt das schönste Schiff, wenn der „Sea Sound“ den man vernimmt aus metallenen Kaltverformungsgeräuschen besteht, welche beim Aufprall von Schiffsschraube und Welle auf das Riff entstehen. Jungfernfahrt beendet, Titanic lässt Grüßen und wieder fehlt ein Schiff.

Ich sehe mich schon an die Riemen einer runtergekommenen Sklavengaleere gekettet und im Trommeltakt unseres glatzköpfigen Reiseorganisators rudern. Spontan muss ich an den Wasserskiwitz denken…

Schiff Nr.3 ist gefunden. „MY Bohemia“ lautet der Name und nach jetzigem Stand schwimmt es noch. Es soll auch Motoren statt Ruder zu Fortbewegung verwenden, was mich wieder hoffen lässt.

Die Hoffnung ist es dann auch, die bekanntermaßen zuletzt stirbt. Ein neues Schiff allein scheint diesmal keineswegs der Garant für das Stattfinden meiner Urlaubsreise zu sein. Dabei sind es weniger die gerade wieder aktiven Terroridioten im Sinai die mir Sorgen machen, denn die für unseren Reisetermin angekündigten Warnstreiks der Fluglotsen in Frankfurt. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen wurde der Flugverkehr in Frankfurt heute Morgen um 8.00 Uhr auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.
Die Aschewolke eines ausgebrochenen Vulkans auf Island vernebelt Nordeuropa und macht Fliegen unmöglich. Ein Vulkan in einem Land welches ich nicht kenne und dessen Namen auszusprechen ich nicht fähig bin, spuckt erbost Gift und Galle weil ihm wahrscheinlich ein Troll in den Krater gepinkelt hat – wo bitte gibt’s denn so was? Manch Wetterfrosch unkt gar von Tagen oder Wochen die vergehen könnten, bis sich der Höllenschlund beruhigt und zu atmen aufhört.

Sind das alles üble Vorzeichen? Ist das der Wink mit dem sprichwörtlichen Zaunpfahl? Oder rudert da gar wer mit dem ganzen Lattenzaun? Und was wenn die Pessimisten recht behalten und „Eyjafjallajökull“ noch Wochen weiter bläst? Am 22. Mai wollte ich erneut nach Ägypten. Geht da ein Zug in die Richtung?
Meine Laune gleicht Ground Zero. Das könnte ein sehr kurzer Reisebericht werden…



Donnerstag, 22. April 2010
Unglaublich. Vor wenigen Stunden hatte man seitens des Verkehrsministeriums ein Einsehen und den Luftraum wieder freigegeben. Unser Flug ist einer der ersten, der wieder dem normalen Flugplan entspricht und wir sitzen alle in der gebuchten Boing 737-800, welche zu meinem Erstaunen gerade einmal 5 Meter länger ist als unser gebuchtes Safariboot.
Nur, dass hier 168 Menschen eng an eng sitzen statt der 22, die sich die nächsten Tage in Seemannschaft auf dem Roten Meer üben werden. Der Massentransporter startet und mir fallen vor Müdigkeit die Augen zu.
Eine knappe halbe Stunde vor der Landung werde ich wieder wach und reibe mir den Schlaf aus den Augen.
Wir gehen runter und setzten butterweich im Land der Pharaonen auf.

Der Flughafen vor Hurghada hat nicht an Attraktivität gewonnen seit ich das letzte mal hier war und ich bin dann auch froh ihn möglichst schnell verlassen zu können.
Amr unser Guide und Veranstalter steht am Empfang bereit und es ist ein herzliches Wiedersehen. Über die Jahre haben wir viele Touren mit Ihm gemacht und es hat sich eine echte Freundschaft entwickelt. Sofern dies möglich ist, wenn man sich selten mehr als 1 Woche im Jahr sieht. Trotzdem wäre Er immer derjenige dem ich vertrauen würde, wenn es ums Tauchen und Begleitung im Roten Meer geht.

Die Busfahrt zum Liegeplatz unseres Schiffs MY Bohemia ist kurz und dank des klimatisierten Gefährts angenehm zu ertragen.
Endlich angekommen checken wir auf der Bohemia ein. Naja – 5 Sterne Schiffe hatte in anders in Erinnerung. Aber die Bohemia ist ein echtes und ehrliches Tauchboot. Im Laufe der Jahre bekommt man einen Blick für das was wichtig ist und was nur auf den ersten Blick nett aussieht. Hier fühle ich mich wohl, hier kann man einen guten, reibungslosen Tauchbetrieb praktizieren.

Wir sind recht früh an Bord und verbringen den Tag gammelnd, nachdem wir über den Betrieb vor Ort gebrieft wurden. Mit dem sofortigen Ablegen wird es leider nichts, womit ich aber trotz der Bemühung von Amr auch nicht gerechnet hatte. Bis zum Schluß war nicht einmal klar, ob wir überhaupt werden Fliegen können. Den Rest des Tages und am Abend hat man also ausgiebig Zeit sich miteinander zu beschäftigen und diejenigen kennen zu lernen, welche erstmalig mit dabei sind. Eine tolle Truppe wie ich schnell feststellen kann.



Freitag, 23. April 2010
Ich habe die Nacht nicht wie sonst auf den Rotmeertouren an Deck verbracht, sondern in der Kabine geschlafen. Das Motorengeplärre des Nachbarbootes war mir einfach zu laut. Endlich legt unser Schiff gegen 9.30 ab und es geht in Richtung unseres ersten Tauchplatzes für diesen Tag. Während ich noch sehnsüchtig aufs Meer hinausschaue, sehe ich keine 500 Meter nach Verlassen des Hafens erste Delfine auftauchen. Ich freue mich – so kann es weitergehen.
Nach kurzer Fahrt ist unser erster Tauchplatz erreicht. Shaab Erg kenne ich noch zu gut von unserer letzten Tour in den Norden. Als Eingewöhnungstauchgang war seinerzeit eigentlich nichts Spektakuläres zu erwarten und ich hatte mich mittels Makroobjektiv auf kleineres Getier eingestellt. Kaum im Wasser zeigten sich 2 sehr verspielte Delfine, die man nun wirklich nicht vernünftig mit langen Brennweiten in Szene setzten kann. Heuer war ich jedoch gerüstet und habe gleich das Fisheye montiert. Die Delfine blieben jedoch aus.
Trotzdem ist Shaab Erg ein toller Tauchplatz, welcher mit einer schönen Korallenlandschaft und großem Fischreichtum zu Punkten vermag. Und ein Highlight hielt er in Form eines großen Adlerrochens parat, der für ein Foto aber leider doch zu weit entfernt war. So blieben die üblichen Protagonisten in Form von Falterfischen und anderen alten Bekannten als Motive.
Gut 75 Minuten und gerade einmal 10 Meter Tauchtiefe zeigt mein Aladin, als ich wieder die Bootsleiter erklimme. Der Anfang ist gemacht, alles hat funktioniert und ich bin für weitere Abenteuer bereit.

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Ohrenbetäubender Lärm reißt mich aus dem Schlaf und lässt mich von der Matte emporschnellen, auf die ich mich doch eben erst gebettet hatte. Es ist höllisch heiß und ein beißender Geruch nach Feuer liegt in der von schwarzem Rauch geschwängerten Luft. Ich höre schreie und erahne Schatten die über das Deck eilen. Verdammt! Wo ist meine Brille?
Es ist laut um mich herum und dennoch kann ich die Geräusche nicht zuordnen. Die Schiffsglocke wird hektisch geläutet. Von wem kann ich nicht sagen, da ich noch immer nichts erkennen kann.
Dann packt mich etwas unsanft an der Schulter und drückt mich zu Boden. Es fühlt sich kalt an in der Gluthitze. Ich nehme einen üblen Fäulnisgeruch wahr der stärker wird, bis ich in eine von Tentakeln entstellte Fratze mit glühenden Augen schaue und erneut das Geläut der Schiffsglocke vernehme. „Aufstehen Ivo – Briefing!“ schallt es mir entgegen.

Ich öffne die Augen und blicke in die ägyptische Sonne, welche schon wieder ihre ganze Kraft entfaltet hat. Teufel noch mal – was sind denn das für Träume? Ein kurzer Blick zur Seite zeigt mir auch ohne Brille, dass ich nach wie vor auf der Bohemia und nicht auf der Black Pearl bin. Schwein gehabt, dass Leben geht weiter…

Wracktauchen steht an. Schon unser zweiter Tauchgang führt uns nach etwas mehr als einstündiger Fahrt ans Abbu Nuhas. Jenes legendäre Riff, welches schon so vielen Schiffen zum Verhängnis wurde und heute Tauchers Herzen höher schlagen lässt. Vier gut betauchbare große Wracks aus verschiedenen Epochen liegen hier, wie an einer Perlenschnur aufgereiht auf kurzer Distanz nebeneinander. Teilweise so dicht, dass man von einem zum nächsten tauchen kann.
Die Ghiannis D. wird es sein, die wir in Angriff nehmen und welche mit traumhafter Lage in moderaten Tiefen auf uns wartet.
Da ich dort außerhalb des Wracks bereits einiges an Fotomaterial bei vergangenen Tauchgängen habe sammeln können, werde ich mich dieses mal auf das Innere des Schiffs konzentrieren. Zu diesem Zweck hat Mike mir gelenkige Stative für 2 Sklavenblitze angefertigt, welche ich im Wrack positionieren möchte. Es sollten sich so doch neue interessante Ansichten realisieren lassen.
Das Zodiac bringt mich mit der aus 6 Tauchern bestehenden Gruppe als ersten hinaus. Es ist immer von Vorteil der Erste in einem Wrack zu sein, wenn man fotografieren möchte. Ist die Horde erst einmal durch getaucht, lässt die abnehmende Sicht keine guten Fotos mehr zu. Der alte Schiffsdiesel liegt vor mir und ich kann mich ganz alleine der Positionierung der Blitzgeräte an diversen Stahlteilen widmen. Das Buddysystem funktioniert bei solchen Vorhaben nicht wirklich und ich bin froh niemandem Rechenschaft ablegen zu müssen, warum ich als einsames Gespenst durch Gänge und Räume husche. Die Gruppe ist erfahren und tolerant genug, um uns Fotografen ein paar Extravaganzen zuzugestehen. Meine Bilder aus dem Wrackinneren sind im Kasten und ich verlasse den Bauch des Schiffs durch eine Luke, die mich wieder ans Oberdeck bringt.
Mittlerweile sind auch die anderen Gruppen im Wasser und tummeln sich am Heck des Wracks. Das Heck ist es dann auch, welches den imposantesten Anblick des Schiffes bietet. Um 45° zur Backbordseite gekränkt, hat sich die Backbordchraube für alle Zeiten tief im Sediment vergraben. Die Aufbauten sind trotz der fast 30 Jahre die die Ghiannis D. nun schon am Meeresgrund liegt, noch fast völlig in Takt. Der Bewuchs mit Hart- und Weichkorallen ist schön, aber nicht überbordend. Trotzdem hat dieses Wrack einen festen Platz in meinem Herzen als einer der schönsten Tauchplätze die ich je gesehen habe.
Nach einer Stunde mahnt mich der Luftvorrat den Tauchgang zu beenden. Toll war‘s und ich bin auf die Bilder gespannt.

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Samstag 24. April 2010
Aufstehen es ist 6.00 Uhr – Briefing; werde ich unsanft aus meinen erneut durchwachsenen Träumen geweckt.
Unglaublich, dass kann doch kein Urlaub sein. Aber es hilft nichts, heute steht wieder Wracktauchen auf dem Programm und das will ich mir keinesfalls entgehen lassen.
Für die Dusche und das Zähneputzen ist heute Morgen keine Zeit mehr und ich betrete als Letzter den Salon in dem das Briefing abgehalten wird. Nicht jeder hat es aus der Kiste geschafft. Manche machen halt doch richtigen Urlaub denke ich noch, als Esch, einer unserer drei Guides auf dieser Tour mit seinen Ausführungen zum Wrack der Chrisoula K. beginnt.
Strömung sei keine zu erwarten und auch die Tiefe bleibt mit prognostizierten 22m moderat.
Die Gruppen sind schnell eingeteilt, auch wenn dies zumindest die Fotografen unter uns betreffend, eher der Formwahrung dient.
Ein Punkt, den ich Amr unserem ägyptischen Reiseveranstalter, Tourbegleiter und Hauptguide hoch anrechne. Zwei oder drei Fotografen als Buddyteam tauchen zu lassen, ist so sinnvoll wie ein Formel 1 Wagen mit Beifahrersitz. Es funktioniert schlichtweg nicht vernünftig.

Die Zodiacs starten erneut mit uns in Richtung Abu Nuhas. Der Abstieg erfolgt zügig und die 22m Wassertiefe sind schnell erreicht. Die Sicht ist ausgenommen gut und die Sonne hat bereits Kraft genug um das Licht- und Farbspiel auf der Wrackoberseite erstrahlen zu lassen.
Ich bin ganz ehrlich begeistert. So schön hatte ich die Chrisoula K. jenen Fliesenfrachter, der in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hier strandete gar nicht in Erinnerung. Die Ladung mit Betonfliesen befindet sich noch heute Palettenweise an Bord. In ein paar hundert Jahren werden wohl Archäologen über der Frage wofür sie gedient haben mögen genauso brüten, wie ihre Berufskollegen aus der Gegenwart dies über vergangene Epochen äyptischer Zeitrechnung tun.

Während sich das Heck in einem guten Erhaltungszustand befindet, ist der Bug der sich ans Riff gelehnt befindet, weitestgehend zerstört. Sturm und Brandung haben hier ganze Arbeit geleistet. Dem prächtigen Eindruck ist dies allerdings wenig abträglich und ein gewisser Grad an Zerstörung gehört zu einem Wrack ja auch irgendwie dazu.
Nach ein paar Aufnahmen an der Schraube mit Ruderblatt steige ich Backbord am Wrack ein wenig auf, um dann in den Laderaum einzudringen. Hier findet man die Fliesenladung noch auf ihren Paletten gestapelt. Es müssen Tausende sein, die nie ihren Weg zum Bestimmungsort gefunden haben. Ich mache ein paar Aufnahmen und durchtauche den kompletten, sonst eher weniger interessanten Laderaum, um durch ein große Öffnung wieder auf das Oberdeck zu gelangen. Der Zerstörungsgrad lässt verschiedene Aufbauten nur noch erahnen. Mittschiffs jedoch ist eine Reihe von Leitern und Stegen mit noch vorhandenen Geländern. Der Blick in einen Raum zeigt eine Art Lattenrost, dass wohl mal zu einem Bett oder einer gepolsterten Bank gehört haben muss.
Der Bug ist wie gesagt völlig zerstört. Ein paar dicke Ketten die in der Strömung wiegen gehören zum interessantesten was sich hier finden lässt.
Der Bewuchs am ganzen Wrack ist nicht übermäßig, aber wegen der tollen farbigen Weichkorallen dennoch sehenswert. Insgesamt ist der Tauchgang wenig anspruchsvoll, sofern man nicht in das Wrack eindringt und keine Strömung herrscht. Der Strömung kann man an einem Wrack aber in aller Regel gut entgehen. Nach 75 Minuten befinde ich mich wieder an der Oberfläche und treffe auch meine formell zugeteilten Buddys wieder. Das Zodiac bringt uns zurück zur Bohemia, auf der ich mir erst einmal eine warme Dusche gönne. Ein 1mm dünner Tauchanzug fordert dann doch seinen Tribut.

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Während einer Safari hat man irgendwie nie Zeit, obwohl sich alles auf wenigen Metern Schiff abspielt und man nicht mit Auto, Bus oder andersweitig eine längere Anfahrt zu den Tauchplätzen hat. Kaum hat man es sich auf einer Matte gemütlich gemacht oder die wenige Zeit zwischen den Tauchgängen für ein Nickerchen genutzt, läutet schon wieder die Schiffsglocke die zum Tauchen oder zum Essen ruft.

Der zweite Tauchgang heute führt uns zur Carnatic. Ein Dampfsegler der 1869 seine letzte Ruhestätte am Fuße des Abu Nuhas fand und bei dem mehr als 20 Menschen in den Fluten ihr Leben ließen. Die Ladung bestand unter anderem aus Weinflaschen, deren Überreste auch heute noch im Wrack zu finden sind.
Die Carantic war ein schickes, schlankes Schiff welches mit 12 Knoten für die damalige Zeit recht flott unterwegs war. Das Teakdeck ist längst verrottet und die eiserne Rippenstruktur liegt frei, was ein müheloses Eindringen ins Wrack ermöglicht. Die offene Struktur bietet auch kapitalen Zackenbarschen und wirklich großen Fledermausfischen großzügig Unterschlupf. Der schlanke Rumpf der knapp 100 Meter langen Carnatic ist schnell durchtaucht. Sehenswert sind auch die Davids in denen einst die Rettungsboote hingen, welche aber nicht mehr alle zum Einsatz kamen. Der Korallenbewuchs ist eine Augenweide für jeden Fotografen und Korallenliebhaber.
Das Heck hat die letzten Jahre leider sehr gelitten. Ein großes Stück am Heckspiegel oberhalb der ehemaligen 1. Klasse Kabinen ist abgebrochen und hängt seitlich am Wrack herunter. Die Silhouette hat aus Fotografensicht sehr darunter gelitten. Unverändert liegen Schraube und Ruderblatt zum Teil vom Sand bedeckt an alt bekannter Stelle. Das Wrack der Carnatic sollte man als Wrackliebhaber gesehen haben da es alt, historisch nicht uninteressant und einfach toll anzusehen ist. Die maximale Tiefe ist mit ca. 25 Metern erreicht und Dekopflicht ist nicht auszuschließen, wenn man allzulange am Boden verweilt. Bei mir waren es 7 Minuten auf 3 Meter, die ich von der Dünung gewogen im Flachwasser am farbenfrohen Riff verbrachte.


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Shaab Machmoud lautet der Name unseres Nachtruheplatzes. Hier mache ich für heute meinen letzten Tauchgang, von dem ich vorher nie gedacht hätte, dass er 100 Minuten bei max. 10 Meter Wassertiefe andauern würde. Mit Schorsch und Mike habe ich auf Makro umgerüstet, um erstmalig eine neue Blitz- Gehäusekombination aus zu probieren, von der ich mir Verbesserungen bei meinen Makroaufnahmen verspreche. Nach wenigen Minuten des Ausprobierens kann ich feststellen, dass sich die Vorbereitungen und der Hirnschmalz der hier eingeflossen ist, gelohnt haben. Noch nie habe ich Foto für Foto derart brillante, korrekt belichtete Makroaufnahmen erhalten. Ich bin ganz begeistert, bis ich nach mehr als eineinhalb Stunden feststellen muss, dass ich schon halb durchgefroren bin. Der Dritte, lange Tauchgang an diesem Tag zehrt an den Kräften. Schwer eise ich mich los und verlasse diesen tollen Korallengarten, der mit Wächtergrundeln, einem Oktopus, Röhrenwürmern und allerlei anderem Getier auftrumpfen konnte. Es hilft nichts – mir ist kalt und ich tauche auf.
Den folgenden Nachttauchgang schenke ich mir und verkrümele mich nach dem Abendessen bei Zeiten ins Bett, um nicht all zu müde am nächsten morgen aus der Kiste zu kommen.




Sonntag 25. April 2010
Nannette weckt mich pünktlich um 6.00 Uhr. Genau genommen weckt Sie mich 3 mal – zunehmend unsanfter. Wobei schon das erste mal mehr einem Marschbefehl glich. Ich denke ernsthaft ans Schwänzen…
Wir liegen am Ras Mohamed, welches wir eine Stunde vorher mit der Bohemia erreicht haben. Hier, am Jolandareef, nicht zu tauchen wäre eine Sünde und ich schäle mich aus meiner durchgeschwitzten Bettwäsche. Irgendjemand hat wohl die letzte Nacht die Klimaanlage auf Heizen umgestellt…
Briefing fällt aus für mich, da sich alle bereits am Anziehen sind. Amr zwinkert mir zu und lächelt. Er weis, dass ich eine Penntüte bin und sieht mir mein Fehlen beim Briefing nach, da Er auf Grund unsere vielen gemeinsamen Touren weiß, dass ich das Revier kenne. Man muss auch mal Fünfe gerade sein lassen – gut so. Gut für mich, da mir das Glück beschieden ist aus welchem Grund auch immer, als erster auf Tiefe zu sein und einen wirklich fetten Zackenbarsch zu sehen, von dem ich erfreulicher weise ein paar ansehnliche Aufnahmen schießen kann. Was für eine fette Mahlzeit hat sich wohl auch der Zacki gedacht und entschwindet in die Tiefe, als die Horde der Pressluftatmer um die Ecke biegt. Alles richtig gemacht denke ich mir und weis, dass der Tauchgang aus fototechnischer Sicht bereits jetzt gerettet ist.
Die Steilwand ist trotz der vielen Taucher die hier täglich vorbeigeschleust werden noch immer traumhaft anzusehen. Die Großfische die man manchmal im Freiwasser erblicken kann bleiben jedoch aus. Schade – ein Hai wäre mal wieder was. Erfreut stelle ich fest, dass wir keinerlei Strömung haben. Ich nutze die Ruhe um ein paar Gorgonien und Weichkorallen ins hoffentlich richtige Licht zu setzen. Der flachere Bereich führt uns in die Lagune, der Ruhestätte von Teilen des Jolandawracks. Immer wieder werden die Toilettenschüsseln und Badewannen die Teil der Ladung waren, zu Fotomodellen während das eigentliche Wrack nach Jahren bei einem tobenden Sturm über das Dropoff in für Sporttaucher unerreichbare Tiefen gestürzt wurde. Schade, ich habe das Wrack nie selbst gesehen. Auch mir bleiben nur die Kloschüsseln und Badewannen, die sich aber kaum für einen längeren Aufenthalt eignen.
Für 80 Minuten bei maximal 32 Meter hat mir die Luft gereicht. Ein wirklich schöner Tauchgang, auch wenn die absoluten Highlights ausblieben.


Der zweite Tauchgang des Tages ist die Wiederholung des Vorangegangenen. Die Tagesboote die zeitgleich mit uns vor Anker liegen verlassen diesen Platz und es ist schon erschreckend wie viele von ihnen an uns vorbeiziehen. Hier zeigt sich der Nachteil des Tauchtourismus am Roten Meer, der über die Jahre immer mehr zugenommen hat. Von Tauchexpeditionen kann lange keine Rede mehr sein und wir selbst sind mit unserer 22-köpfigen Gruppe Teil dieser Massenbelustigung. Der Blick auf die Tauchplattform lässt mich selbst ein wenig ins Grübel kommen. Es sieht aus als würde sich eine Horde Lemminge in den Tod stürzen, als alle innerhalb weniger Sekunden in die Fluten stürzen.


http://www.youtube.com/watch?v=Jf-gkFPFGMU


Der zweite Tauchgang hier hält wenig Überraschungen bereit. Zwei Muränen und ein paar vorwitzige Flötenfische sorgen aber trotzdem für Kurzweil. Gegen Ende ist strampeln angesagt, als eine recht kräftige Strömung einsetzt. Dank meiner tropfenförmigen, hydrodynamischen Form meistere ich aber auch diese Herausforderung und erneut stehen 75 Minuten Tauchzeit auf meinem elektronischen Tauchgangsbegleiter.

Es ist ca. 13.00 Uhr und mir hängt der Magen in den Kniekehlen, als sich endlich jemand erbarmt die Schiffsglocke zu läuten. Ich bin wohl nicht der Einzige der hungrig ist – dass Buffet ist schon belegt.
Das Essen auf der Bohemia ist nicht sensationell, aber für meinen Geschmack völlig OK. Allen wird es man nie recht machen können.

Für den Dritten Tauchgang am Nachmittag gegen 16.00 Uhr rüste ich von Weitwinkel auf das Makrosetup um, welches mich am Vortag schon zu überzeugen wusste. Da noch gut eineinhalb Stunden Zeit bis zum Briefing sind, nutze ich die Chance meinen wirklich müden Knochen noch ein wenig Schlaf zu verschaffen und betreibe ein wenig Augenpflege.

Small Creck lautet der Name des Nachmittagtauchplatzes. Tauchtechnisch ist der Platz wenig anspruchsvoll, was seiner Attraktivität jedoch keinen Abbruch tut. Mehr als 15 Meter Tiefe werden wir nicht erreichen, was für mein Vorhaben Blennys und Anemonenfische in seltenen roten Anemonen abzulichten auch völlig ausreichend ist. Nach kurzer Suche ist besagte rote Anemone mit zwei ihrer Bewohner gefunden. Leider ist es mittlerweile schon dämmerig, so dass die Anemone sich zu schließen beginnt. Für ein paar Aufnahmen reicht die Zeit aber dennoch.
Deutlich kniffliger gestaltet sich das Einfangen der kleinen, flinken Blennys, die kaum ein paar Sekunden an einer Stelle verharren. Nach einer halben Stunde geduldigen stierens durch den Sucher meiner Nikon, gelingen mir mit viel Mühe wenige, aber ansehnliche Aufnahmen und mein Respekt für die Makrofotografen wächst. Eigentlich sind Weitwinkel- und Fischeyeaufnahmen meine Domäne.
Der Bewuchs mit Hartkorallen am Tauchplatz Small Creck ist ausgezeichnet, der Fischreichtum immens. So stehen am Ende dann auch 82 Minuten Tauchzeit auf der Uhr und ich steige leicht durchgefroren auf‘s Tauchdeck. Schön war‘s.


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Zwischenzeitlich ist der Notstand an Bord ausgebrochen. Es ist kein Bier mehr da. :huch:
Das ägyptische Stella ist von einem deutschen Premiumpils zwar so weit entfernt wie die Erde vom Mond, darauf verzichten möchte jedoch niemand am Abend. Nicht das das jetzt falsch verstanden wird! An Bord wurde nicht gesoffen. Nur waren 4 Paletten a 24 Dosen einfach viel zu wenig für 22 Germanen. Kein Bier mehr – das drückt die Stimmung dann doch ein wenig.



Montag 26. April 2010
Die Crew ist pünktlich wie der sprichwörtliche Maurer. Um 6.00 Uhr läutet die Schiffsglocke und meine steifen Knochen robben schwer wie Blei über den Bettrand. Die Müdigkeit nimmt von Tag zu Tag zu und ich überlege ob ich wohl eine 14-tägige Safari durchstehen würde? Wohl eher nicht.
Da heute Morgen aber das Wrack der Dunraven auf dem Plan steht, motiviere ich mich erneut und versuche mir den Schlaf mit einem kräftigen Kaffe auszutreiben.
Nach dem Einteilen der Tauchgruppen herrscht wieder Hochbetrieb auf dem Tauchdeck und das erste Zodiac startet gut beladen mit dem ersten Schwung Taucher, um bereits nach 5 Minuten wieder am Heck der Bohemia fest zu machen. Hier zeigt sich mal wieder, dass es sinnvoll ist den Füllstand seiner Tauchflasche vor dem Tauchgang zu überprüfen. Das kostet eine Runde von dem Bier welches leider nicht vorhanden ist. Die Flasche wird getauscht und nach einer erneuten kurzen Fahrt mit dem Zodiac, folgt der zügige Abstieg auf 25 Meter Tiefe. Zum Wrack müssen wir noch gut 100 Meter tauchen, da unser Bootsführer uns ein Stück abseits abgesetzt hat. Da keine Strömung herrscht ist die Strecke schnell bewältigt und wir erreichen den Bug des Wracks. Man muss schon genau hinsehen um das Wrack sofort zu erkennen, da es mit dem Kiel nach oben liegt und dank des üppigen Bewuchses dem Riff ähnelt.
Dadurch, dass außen nur der der Rumpf zu sehen ist, befinden sich die interessanten Motive überwiegend im Wrack. Neben allerhand verbogenem Stahl findet sich auch ein riesiger Kessel, der einst für den Antrieb des Schiffes sorgte. Ein fetter Forellenbarsch wird durch meine Lampe aufgeschreckt und macht sich von dannen. Das Schiff lässt sich der Länge nach komplett durchtauchen und hat nur wenige Engstellen die es zu passieren gilt.
Im Heck angelangt kann man aus dem Wrack heraus durch Fenster und Bullaugen ins Blauwasser sehen. Ein toller Anblick den man genießen sollte.
Ich verlasse das Wrack am Heck mit Blick auf meinen Tauchcomputer, der mich ermahnt flachere Gewässer aufzusuchen. Da ich nicht sonderlich technikhörig bin, gönne ich mir weitere 5 Minuten an der Schraube, die mir aber prompt und wie erwartet als Dekozeit aufgeschlagen werden. Das schöne Riff an dem wir austauchen lässt diese Zeit recht flott vergehen. Fotografisch würde ich die Dunraven aber eher als mittelprächtig einstufen.


Noch während des Frühstücks löst die Bohemia die Leinen und wir starten zur zweistündigen Überfahrt zur SS Thistlegorm. Jenem legendären Versorgungsschiff englischer Herkunft, welches in der Nacht vom 5. zum 6. Oktober 1941 des zweiten Weltkrieges von einer deutschen Fliegerbombe schwer getroffen, vor Anker liegend auf den 30 Meter tiefen Meeresboden sank. Seinen Bekanntheitsgrad verdankt die Thistlegorm in erster Linie ihrer Ladung, die zu Entdeckungstauchgängen einlädt. Flugzeugteile, Munition, leichte LKW und Motorräder die für den Afrikafeldzug bestimmt waren und niemals ihr Bestimmungsziel erreichten.

Der erste Tauchgang führt mich an das Heck, welches jetzt um die Mittagszeit den besten Sonnenstand erfährt, um auch ein paar Details aus dem Dunkel zu schälen. Auch sind von hier aus die beiden Abwehrgeschütze gut zu sehen, die heute zum Meeresgrund gerichtet sind und als sie gebraucht wurden nicht mehr zum Einsatz kamen. Eine gespenstige Szenerie. Da der Tauchgang am Morgen bereits recht tief verlief, fehlt mir ausreichend Nullzeit um weiter zu verweilen. Gegen eine leichte Strömung tauche ich Richtung Mittschiffs, wo unser Arianefaden in Form eines Schiffstaus zurück an die Oberfläche führt. Auf dem Weg dorthin ergibt sich noch das ein oder andere Motiv, welches ich gerne annehme. Eine gute Stunde war die Tauchgangsdauer bei einer maximalen Tiefe von 30 Metern.


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Es ist 15.30 und der zweite Tauchgang an der Thistlegorm steht an. Nachdem ich zuvor am Heck des Wracks getaucht bin, möchte ich Aufnahmen vom Bug und in den Laderäumen machen. Die LKW und Motorräder hatten es mir bei meinen vorherigen Besuchen der Thistlegorm angetan und ich möchte mich erneut fotografisch an ihnen versuchen. Diesmal sollen aber die schon zuvor getesteten Sklavenblitze zum Einsatzkommen, um mehr Licht ins Dunkel der Laderäume zu bringen. Mit Kamera und vier Blitzgeräten bin ich gut bepackt und froh, dass uns die Strömung diesmal von der Tauchplattform in Richtung des Buges der Distel treibt. Das Oberdeck in 15 Meter Tiefe ist schnell erreicht und ich tauche vor dem Bug auf 18 Meter ab, um diesen als Ganzes zu fotografieren. Ein paar wenige Aufnahmen müssen reichen, damit mir genügend Zeit in den Laderäumen verbleibt. Zurück auf dem Oberdeck tauche ich über die Winsch bis zur großen Öffnung des ersten Ladedecks, in das ich mich absacken lasse. Von hier aus geht es vorbei an teils völlig zerfallen Fahrzeugen bis zum zweiten Deck, in dem einige englische BSA Motorbikes auf den Pritschen der Lkw zu finden sind. Dort angekommen beginne ich unverzüglich mit der Positionierung der Sklavenblitze, die eigens dafür mit beweglichen Stativbeinen ausgestattet wurden um sicher Halt zu finden. Fertig aufgebaut probiere ich verschiedene Kamerastandorte aus, bis ich glaube ein paar anständige Aufnahmen im Kasten zu haben.
Ich sammele meine Blitze ein und durchtauche das Ladedeck bis sich eine Öffnung findet durch die ich eine Etage höher aufsteigen kann. Ein paar Flossenschläge weiter dringe ich an höherer Stelle erneut in das Wrack ein und treffe ein ehemaliges Badezimmer an, in dem noch die Wanne steht. Das Wasser ist auch schon eingelassen 8)

Durch ein großes Fenster geht es hinaus ins Freie und vor mir steht ein alter Wasserwagen, der für den Güterverkehr bestimmt war. Von hier aus geht es für mich zurück zum Bug, an dem das Seil welches zur Bohemian führt befestigt ist. Meine beiden Tauchpartner muss ich irgendwann die letzten 5 Minuten verloren haben – ich bin allein. Mein Tauchcomputer lässt mich wissen, dass ich die nächste Viertelstunde am Ankerseil wie ein Fähnchen in der deutlich aufgefrischten Strömung wehen werde und auch mein zu Ende gehender Luftvorrat wird mir bereits akustisch signalisiert. Nichts wie ab nach oben auf 9 Meter, wo ich den ersten Sicherheitsstopp von 1 Minute absolviere. Gefolgt von 2 weiteren Minuten auf 6 Metern. Spätestens jetzt, als ich auf 3 Metern meine Dekopressionszeit absitzen muss weiß ich, dass man sich auf der Bohemia anfangen wird Gedanken zu machen. Ich hoffe, dass jemand zum Bug geht, von wo aus man mich hätte winken sehen können. Keiner kommt und meine Wartezeit ist auch irgendwann vorbei. Ich ziehe mich mit den Händen an einer Verbindungsleine die zwischen Bug und Heck der Bohemian gespannt ist zurück zur Tauchplattform. Die Flossen zu benutzen macht wenig Sinn, da mir die Strömung sehr stark entgegen bläst. Erschöpft aber um einen wunderschönen Fototauchgang reicher erklimme ich die Leiter zur Tauchplattform. Die zuvor leicht besorgten Gesichter meiner Tauchkollegen an Deck entspannen sich wieder. Geschafft im wahrsten Sinne des Wortes.



Dienstag 27. April 2010
Was soll ich sagen. 6.00 - aufstehen - Briefing – tauchen.
Wir haben über Nacht an der Thistlegorm geankert und tauchen heute Morgen nach einer vorabendlichen Abstimmung ein letztes mal an diesem Kriegsveteranen. Mich freut’s, ist die Thistlegorm doch eines meiner Lieblingswracks, welches Entdeckungen für viele Tauchgänge bereit hält. Noch einmal möchte ich meine Sklavenblitze aufbauen, um Motorräder und andere Teile der Ladung ins rechte Licht zu setzen. Zunächst aber mache ich mich mit Mike und Schorsch auf zur Schiffsschraube, wo wir nach einem standorttreuen Riesenzackenbarsch schauen wollen. Der Abstieg erfolgt also entlang eines Führungsseils von der Tauchplattform bis zum Trümmerfeld der Thistlegorm, welches sich ein Stück hinter der Mitte des Wracks befindet. Die Strömung bläst uns kräftig entgegen, so dass wir uns mit den Händen entlang des Seils in die Tiefe ziehen. Am Wrack angekommen bewegen wir uns problemlos im Strömungsschatten voran bis zur Schraube auf 32 Meter Tiefe. Ich tauche kriechend in den verbliebenen Spalt zwischen Schiffsrumpf und Meeresgrund und suche in der Dunkelheit nach besagtem Riesenbarsch, von dem aber leider keine Flosse zu sehen ist. Wundert mich nicht – wahrscheinlich pennt er noch wie ich es auch gerne getan hätte.
Nach ein paar Aufnahmen an der Schraube bewegen wir uns wieder Richtung Bug zu den Laderäumen, ohne die vor der Strömung schützende Struktur des Wracks zu verlassen. Derweil fallen mir weitere Tauchgruppen auf, die von den Nachbarschiffen ebenfalls den Weg zur frühen Stunde ins Wasser gefunden haben.
Mittlerweile wieder alleine lasse ich mich durch den offenen Schiffskörper bis zum ersten Ladedeck fallen, wo ich nicht lange nach den in Reih und Glied stehenden Motorrädern suchen muss. Ich befreie die Sklavenblitze vom Karabinerhaken meines Jackets und befestige sie an Stahlträgern der Rumpfstruktur. Das geht recht flott. Muss es auch, da mir bereits die Nullzeit davonläuft.
Gerade als ich in Position bin um die ersten Fotos zu schießen, durchkreuzt ein Taucher mein Sichtfeld und ich muss die Kamera absetzen. Diesem Taucher folgt ein Zweiter, diesem ein Dritter und wie ich sehen kann folgen mindestens weitere 8 Taucher, die geführt von ihrem Guide eine Sightseeing Tour an meinem Motiv veranstalten. Was soll ich tun? Ich kann nicht weg, da sich hinter dieser Tauchgruppe meine Sklavenblitze befinden, die ich weder dort hängen lassen möchte, noch an sie herankomme um sie zu entfernen. Mir bleibt nichts anderes als die Polonaise an mir vorbeiziehen zu lassen und zu warten.
Wieder 5 Minuten die mir verloren gehen. Erstaunlicherweise hat diese Unterwasserführung nur sehr wenig Sediment aufgewirbelt, so dass ich tatsächlich noch zu meinen Fotos komme.
Verdammt jetzt wird es aber Zeit hier weg zu kommen. Mein Tauchcomputer gibt bereits seit mehreren Minuten ein lästiges Gepiepse von sich, welches man nur eine begrenzte Zeit ignorieren kann.
Ich sammele die Blitze ein und tauche zurück aufs Oberdeck der Thistlegorm. Hier fällt mir die erstaunlich gut Sicht an diesem Morgen auf, die den Blick über das gesamte Vorderdeck frei gibt. Hier treffe ich auch Mike wieder, der mir deutlich anzeigt, dass es auch für ihn Zeit wird den Weg nach oben anzutreten. Gemeinsam beginnen wir am Seil aufzusteigen, um in 9 und 6 Meter Tiefe erste Sicherheitstopps vorzunehmen. Bei 3 Meter sitzen wir dann die Deko ab und ich schaue auf das Wrack herab, welches einem Dampfkochtopf gleicht. Blasen wohin das Auge schaut. Es müssen mehr als zwei Dutzend Taucher am Wrack sein, die das Wasser zum Kochen bringen. Ich schüttele innerlich den Kopf, muss gleichzeitig aber erkennen, selbst Teil dieses Zirkus zu sein.
Mike verlässt mich in Richtung Oberfläche, da Er seine Strafminuten abgesessen hat. Mir bleibt der Anblick des Blasenmeers für weiter 10 Minuten erhalten, in denen nichts Aufregendes passiert. Nach 62 Minuten hat mich die Bohemia wieder und ich eile unter die heiße Dusche. Schön wars…


Noch während des Frühstücks brechen wir auf in Richtung Shak Rock, welchen wir nach einer kurzen Fahrt von 30 Minuten bereits erreichen. Getaucht wird aber erst gegen 11.00 Uhr und ich nutze die Zeit für ein wenig Augenpflege. Der morgentliche Tauchgang an der Thistlegorm war anstrengend und mir fallen schnell die Augen zu. Überhaupt versuche ich einen Teil der wenigen tauchfreien Zeit zum Schlafen zu nutzen, da die Tour doch sehr anstrengend ist.
Auch der jetzt folgende Tauchgang ist ein Wracktauchgang. Allerdings einer der einfacheren Sorte, da die Kingston (auch unter dem Namen Sahra H. bekannt) nur mäßig Tief bei 18 Meter auf Grund liegt. Die Sonne steht hoch und scheint ideal auf die Wrackoberseite, welche wunderschön mit Hartkorallen bewachsen ist. Die Kingston liegt seit weit mehr als 100 Jahren am Shak Rock und ist im Bugbereich mit dem Riff verschmolzen. Sehenswert sind die gut erhaltenen Schraube mit dem Ruderblatt, an dem sich eine große Gorgonie befindet die mit ihrer roten Färbung einen fotogenen Kontrast zum Dunkel des Schiffsstahl bildet. Der Verschluss meiner Nikon rattert. Unweit der Schraube liegen die Reste des Krähennestes, welches seine Funktion mit dem Untergang des Schiffs verlor, jetzt aber ein weiteres schönes Motiv am Wrack darstellt. Die Strömung hat zwischenzeitlich ordentlich zugenommen und ich tauche ins Wrack um mich im geschützten Inneren ein wenig umzuschauen. Die Decksbeplankung ist wohl schon vor Jahrzenten der Wellengewalt zum Opfer gefallen, so dass das Innere völlig offen vor mir liegt. Das Spiel aus Licht und Schatten begeistert und ich mache einige Gegenlichtaufnahmen, die immer geeignet sind, um dem Klischee eines versunken Schiffs gerecht zu werden. Im Bereich des Hecks ist der Bewuchs am Oberdeck besonders ausgeprägt und tausende von Fahnenbarschen huschen in der Strömung zwischen Korallen und Freiwasser umher. Ein halbes Dutzend Doktorfische sind von meiner Anwesenheit weniger begeistert und starten Scheinangriffe auf meine Kamera, die sich aber wenig beeindruckt zeigt und versucht die farbenprächtigen Gesellen auf den Chip zu bannen.
Die Strömung hat nochmals zugenommen und ich bin froh mich an der Ankerleine zurückziehen zu können, statt in der Strömung strampeln zu müssen. 70 Minuten dauerte dieser Tauchgang bei strahlendem Sonnenschein, der das kleine Wrack der Kingston zum Genuss werden lies.


Es ist 16.00 Uhr als wir mittlerweile am Tauchplatz Bluff Point vor Gubal Island liegend ins Wasser steigen. Das kleine Wrack liegt direkt unter uns und wir steuern schon tauchend darauf zu, als ich arabische Klänge vernehme. Musik unter Wasser? Ich schaue mich um, aber nichts ist zu erkennen, was auf den Ursprung der Musik schließen lässt. Beim Blick nach oben zur Bohemia sehe ich einen runden Behälter an einem Seil im Wasser hängen, der mir zuvor nie aufgefallen war. Ich schwimme näher heran und die Musik wird lauter. Beim Tauchen kann ich gut auf dieses Gedudel verzichten denke ich noch, als ich nach einem Schalter an dieser Kiste suche. Leider kann ich keinen finden und tauche wieder ab in der Hoffnung in ein paar Metern Tiefe nichts mehr zu hören. So ist es dann auch. Das kleine Wrack am Bluff Point hat deutlich an Attraktivität eingebüßt seit dem ich das letzte mal hier war. Wind und Wellen haben der Struktur doch deutlich zugesetzt. Dem marinen Leben hat dies keinen Abbruch getan. Mir fallen Unmengen an Fisch auf, die sich an allen Seiten des Wracks geschäftig gegen die leichte Strömung stellen. Ich mache eine erste Aufnahme und sehe nur einen schwarzen Bildschirm an meiner Kamera. Eine zweite und dritte Aufnahme folgen aber es bleibt dunkel auf dem Display. Bitte nicht jetzt und hier, wo ich zuvor doch erst das Makroobjektive montiert habe, welches die letzte Tage ein wenig kurz gekommen ist. Für mein Portfolio dieser Reise fehlen mir noch ein paar Aufnahmen, die nicht ein Wrack zeigen und jetzt klemmt die Technik. Ich fluche durch den Automaten und gebe meinem Kameragehäuse einen ordentlichen Faustschlag auf sein Aludach. Kaum naiv genug zu glauben, dass dies eine positive Wirkung haben wird, löse ich erneut aus und kann tatsächlich den zuvor anvisierten Drachenkopf auf dem Display erkennen. Erstaunlich. Der Schlag hat einen Wackelkontakt an der Blitzbuchse beseitigt, welcher das Zünden der Blitzgeräte verhinderte.
Die geringe Größe des Wracks steht im Gegensatz zu dem was an Leben um es herum zu finden ist. Ein Krokodilsfisch liegt wie auf dem Präsentierteller und wird sogleich zu meinem ersten Opfer. Zwei kleine weiße Muränen, ein Octopus, Pyamaschnecken sowie eine Reihe von Rotfeuerfischen verschiedenster Größe und Coleur tummeln sich am Wrack. Reichlich Motive und genug Spannung für einen 100 minütigen Tauchgang sprechen für sich.

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Mittwoch 28 April
Heute ist unser letzter Tauchtag und zum ersten Mal war schlafen bis 7.30 angesagt. Das kommt mir sehr gelegen, da mir die letzten anstrengenden Tauchtage doch merklich in den Knochen stecken. Ich steige mit einem lachenden und einem weinenden Auge eine Etage tiefer zum Briefing. Mit dem Lachenden in Vorfreude auf einen bevorstehenden Tauchgang an einem sehr schönen Tauchplatz, mit einem weinenden Auge, da heute unsere letzten Abstiege vor der Abreise bevorstehen.
Heute Morgen sind alle außer Volker, der beim letzten Nachttauchgang Bekanntschaft mit einem Seeigel gemacht hat und kurzer Hand von Karl aufgeschnitten und genäht wurde, anwesend.
Small Siyul ist eigentlich ein Riff wie viele andere, hat jedoch einen Korallenblock auf 20 Meter Tiefe, der einem eigenen kleinen Mikrokosmos nahekommt. Bereits zweimal habe ich diesen kleinen Erg besucht und war immer wieder von den vielen kleinen Bewohnern begeistert, die hier ihr zuhause gefunden haben. Auf dem Block thront eine mittelgroße Tischkoralle, von deren Rändern Weichkorallen wie die Äste einer Trauerweide herabhängen und einen kunterbunten Vorhang bilden. Um diesen Märchenbaum wuselt ein großer Schwarm kleiner Glasfische die im Takt unserer Ausatemgeräuche tanzen. Unter der Tischkoralle wächst eine Anemone, die Heimat für eine Handvoll Anemonenfische ist. Die Außenseiten des Blocks bietet ebenfalls Gelegenheit für allerhand Entdeckungen. Die Gelbmaulmuränen, die ich ein paar Jahre zuvor gesehen hatte und wegen derer ich mein Makroobjektive montiert habe, kann ich aber leider trotz intensiver Suche nicht entdecken. Es hilft nichts, mein Tauchcomputer zeigt schon wieder Dekompressionszeit an und ich mache mich mit Schorsch, der als Letzter zusammen mit mir am Block verblieben ist, auf ins flachere Wasser. Der Rest des Tauchgangs verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Trotzdem haben wir gut 90 Minuten unter Wasser verbracht und jede Minute genossen.


Die Fahrt zum letzten Tauchgang, an dem wegen der teils reichlich vorhandenen Restsättigung nicht mehr alle teilnehmen werden, dauert gute 2 Stunden und ich mache wie üblich ein Nickerchen.
El Fanadir ist der definitiv letzte Tauchgang für diese Safari und ich denke mit Wehmut an die Heimreise als ich auf das tiefblaue Wasser schaue. Der Gedanke daran, bereits in 3 Wochen wieder ans Rote Meer zu reisen macht mir den gedanklichen Abschied diesmal aber nicht ganz so schwer.
Esch, unser Guide, ermahnt uns nicht tiefer als 15 Meter und nicht länger als 1 Stunde zu tauchen, um die Stickstoffsättigung bis zum Abflug nicht in gefährliche Höhen zu treiben.
Wir springen von Bord und lassen uns ein letztes Mal in die Tiefe fallen, um noch ein mal die Schönheit des Roten Meeres in vollen Zügen zu genießen. Der Tauchplatz liegt nahe Hurghada und wir entsprechend viel frequentiert. Andere Taucher treffen wir unter Wasser zwar keine, aber die Flora und Fauna hat stellenweise doch deutlich gelitten. Highlights sind hier keine zu erwarten. So wird dieser Tauchgang zu einem gemütlichen Unterwasserspaziergang gegen dessen Ende sich dann aber noch ein prächtiger Oktopus blicken lässt. Der Bursche hat die Ruhe weg und ich kann einige passable Aufnahmen von ihm machen.
Wie vereinbart verlasse ich mit Roland, meinem Buddy bei diesem Tauchgang nach exakt 60 Minuten das Wasser. Das war’s…

Eine tolle Woche mit fantastischen Wracks, tollen Riffen, klarem Wasser und guten Freunden an Bord der MS Bohemia geht zu Ende. Ich träume schon vom nächsten Jahr, in dem es hoffentlich wieder auf Tauchsafari im Roten Meer geht…

Gruß, Ivo


Zuletzt geändert von Ivo am Do 1. Jul 2010, 07:30, insgesamt 24-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mo 28. Jun 2010, 21:13 
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Mensch Ivo, das ist kein Bericht, sondern ein Roman :lol:

Danke dafür
Uwe

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danke Ivo für den tollen Bericht

Gruss Bettina

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Hai!

Nun, dann möchte ich auch noch eine kleine Auswahl an Bildern zu dem Super-Reisebericht beitragen.
Vielen Dank, Ivo. Ganz große Klasse!
Schorsch :)

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Zuletzt geändert von tursiops am Mi 30. Jun 2010, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.

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@ Ivo: Schliesse mich UWE an: Danke für den Roman :lol:

@Schorsch: Bist Du heimlich auf Hasselblad umgestiegen, weil Du lauter quadratische Bilder lieferst? Wobei ich mich bei den Farben schon etwas erschlagen fühle, sowohl schon in Opera als erst recht in Safari.

Gruss Olaf

PS: Muss ich jetzt sowas auch von Curacao liefern?

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Nur ein Tag mit Tauchgang ist wirklich ein guter Tag
Nikon D800, D200 und F90X in Sea&Sea-Gehäusen, Fisheyedome / Flatport, ziemlich viele Objektive. Dazu ein paar Subtronic-Blitze.
Nikonos RS mit 50er Makro und 20-35 Zoom und Nikonos V mit S&S 15/17/28/35mm.

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BeitragVerfasst: Di 29. Jun 2010, 19:45 
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div40 hat geschrieben:
PS: Muss ich jetzt sowas auch von Curacao liefern?


Und wehe es wird kürzer als der "Roman" :wink: :lol:

Gruß, Ivo


PS: Habe ich übrigens während der Safari jeden Abend ne Stunde ungefähr dran geschrieben...


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BeitragVerfasst: Di 29. Jun 2010, 20:00 
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Hallo Ivo,

herzlichen Dank für Deine Mühe, den UW Pixlern einen solche tollen, kurzweiligen Bericht zu liefern.

Respekt, gerne wäre ich dabei gewesen.....

Ich bin gespannt auf den angekündigten Bericht zu Curacao.

Viele Grüße aus Essen

Holger

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Viele Grüße

Holger

Nikon D 800e im Seacam Gehäuse / S 45 Winkelsucher/ Superdome / Makroport 105 mit diversen Zwischenringen/ 2 x Seacam Seaflash 150 ittl/ Sigma15 mm, Nikkor 60 mm 2,8 ED, Nikkor 105 mm 2,8 VR, Kenko TC 1,4 Teleplus Pro 300 DGX


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Wer von Euch Alteisen uw mag, der sollte mal die Safariroute in EGY befahren. Für mich war es schon das fünfte mal die Nordroute. Und ich könnte glatt nochmal fahren :roll: :lol:
Gruß, Ivo


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div40 hat geschrieben:

Gruss Olaf

PS: Muss ich jetzt sowas auch von Curacao liefern?


Definitiv. Darunter wird nichts angenommen.

div40 hat geschrieben:

@Schorsch: Bist Du heimlich auf Hasselblad umgestiegen, weil Du lauter quadratische Bilder lieferst? Wobei ich mich bei den Farben schon etwas erschlagen fühle, sowohl schon in Opera als erst recht in Safari.

Gruss Olaf



Ne, bin nicht auf Hasselblad umgestiegen. Ich hab nur ein paar Bilder eingestellt, die für ein anderes Projekt quadratisch sein mussten. Kann noch ein paar "normale" fertig machen.

Mit den Farben hast Du recht. Hab im Moment ein kleines Farbmanagementproblem. Ich arbeite dran und hab ein paar Bilder schon ausgetauscht. Nun besser?

Schöne Grüße
Schorsch

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BeitragVerfasst: Mi 30. Jun 2010, 16:48 
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Hallo Ivo,

vielen Dank für deinen schönen Reisebericht. Kommen wieder schöne erinnerungen hoch.


Rob

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BeitragVerfasst: Mi 30. Jun 2010, 18:12 
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Hallo Ivo,

ein sehr gut bebilderter Bericht der obendrein noch leicht zu lesen ist.

DANKE

(Bist heute dachte ich, Du warst so oft in der Kajüte um die Kamera ordenlich zu pflegen - jetzt weiss ich´s besser - Augenpflege.... :lol: )

mfg
Roland

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1x Nik. V, 15mm S&S,YS50, noch 1xRS,20-35mm Objektiv, Aumann-Konverter abzugeben !! // Im Einsatz, Sony HD-Video HC1 im Sealux HD1, ext. Monitor 16:9,145°Fischauge, 4x35 HID + 2x10W HID abzugeben, LED´s, v. Sealux


Zuletzt geändert von Roland P am Do 1. Jul 2010, 07:51, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi 30. Jun 2010, 23:30 
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Ich möchte mich nochmals ausdrücklich auch bei den UWPX-Membern die dabei waren für diesen tollen Trip bedanken!

Eine harmonische Gruppe mit guter Laune und Spaß an der Sache ist mindestens! so viel Wert wie ein schönes Tauchrevier - ich lege da sehr viel Wert drauf und bin froh mit dabei gewesen zu sein :P

Lieben Gruß, Ivo


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BeitragVerfasst: Sa 3. Jul 2010, 20:18 
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H(a)i Ivo,

wollte eigentlich den Gegner Deutschlands für das Halbfinale sehen, bin aber kurz vorher auf Deinen Bericht gestoßen. Habe ihn mit großem Vergnügen gelesen und mir die Bilder angeschaut. Ist richtig klasse geworden, viel interessanter als das Fußballspiel. Kompliment und vielen Dank!

Problem: Das sind Maßstäbe für künftige Berichte .........

Schöne Grüße
Rolf

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BeitragVerfasst: Mo 5. Jul 2010, 08:00 
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Hai Rolf :P

Das Spiel war aber auch nicht wirklich gut - hab's gesehen :wink: :lol:

Gruß, ivo


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