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 Betreff des Beitrags: mozambique- Bericht von: wolfgangP
BeitragVerfasst: So 23. Mär 2008, 00:08 
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Registriert: Mi 6. Jul 2005, 10:54
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Tauchurlaub Mozambique Feber/März 08
Autor: wolfgangP



Gruppenreise organisiert von und mit Waltraud Binanzer

Im Dezember 07 kam das Mail: noch ein Restplatz für Mozambique kurz entschlossen hab ich mich angemeldet und die Zeit verrinnt wie im Flug

Schon steh ich am Flughafen in Frankfurt und die überwiegend schwäbische Gruppe nimmt den „Ösi“ mal in Augenschein

Angekommen in Johannesburg heißt es umsteigen in die LAM (Lokalfluglinie) nach Inhambane in Mozambique.

Dort werden wir von Markus von Terra Profunda in Empfang genommen und nach Tofo kutschiert

Unterwegs erfahren wir dass die letzten Tage ein Cyclon über Madagaskar gewütet hat und in Tofo 7 Meter Strand sowie Teile der Basis weg sind und heute und morgen ans Tauchen wegen der Wellen nicht zu denken ist – Tja geht ja gut los

Angekommen in den Paradys Dunes Chalets beginnt die Aufteilung der Bungalows

Letztlich (nach erheblichen Diskussionen) gibt es einen Bungalow für (alleinreisende) Männer und einen für Frauen (auch alleinreisend)
Die Chalets sind einfach aber zweckmäßig die „Zimmer“ mini die Betten – auch zu zweit würde ich darin nicht mal frisch verliebt gern schlafen mit einem fremden Mann brrrrrrrr
Das ganze nach oben offen soll heißen das Geschnarche aus der Nachbarkabine hört man wunderbar.

Aber schließlich sind wir in Afrika und Kompromisse sind halt notwendig – außerdem ist mein Zimmerpartner auch ein Wolfgang und wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden

Frühstück machen wir selber Alberto unser einheimischer guter Geist schleppt im Schweiße seines Angesichts Bier und frische Früchte für kleines Geld zu unserer Residenz

Am nächsten Tag ist nun tatsächlich Tauchpause da die Wellen einfach zu hoch sind und so wird der Tag benutzt um die Kamera zusammenzuschrauben und sich den ersten Sonnenbrand am Strand einzufangen. Andi benutzt die Wellen gleich dazu sich die Schulter zu zerren was in den folgenden Tagen noch zu Problemen führt ins Boot zu klettern

Am nächsten Tag geht es nun tatsächlich los ausgefahren wird mit Zodiaks double Tank heißt man ist den ganzen Tag draußen zwischen den Tauchgängen wird nach Walhaien geguckt Basis ist OK sauber und gut organisiert erinnert ein wenig an die Sinai Divers (auch wegen des eher kühlen Empfanges). Das Material ist ok Markus muss ausleihen da sein Gepäck bis zum Urlaubsende nicht auftaucht – sensible Dinge also ins Handgepäck !!!!!

Erster Tauchgang Manta Reef wo die Putzerstationen sind Ausfahrt gut 45 Minuten Wellen 4 Meter nach 10 Minuten kotzt der erste nach 40 Minuten der letzte (ich)

Alle Tauchgänge spielen sich zwischen 15 und 30 Meter ab Dünung bis zum Grund Sicht zwischen 5 und 25 Metern Nitrox ist gegen Aufpreis vorhanden und macht auch Sinn

Beim ersten Tauchgang gibt es ordentlich Zoff mit dem Guide – wegen jeder Kleinigkeit wird die Rassel geschüttelt und zu allem Überfluss zieht er mich noch an den Flossen da ich angeblich eine (nicht vorhandene) Koralle berührt habe
Auch auf den Sandboden legen um in eine Höhle zu schauen wird mit heftigem Gelärm quittiert da man ja die Bodenlebewesen stört was bei der Dünung die den Sand permanent umschichtet eher ein Witz ist.

Am Abend gibt es ein eher heftiges Gespräch zwischen Waltraud und dem Guide am nächsten Tag entspannt sich die Situation zunehmend.

Die Dünung zieht dich auch hin und her Nachbar kotzt in den Automat………………..

Zu sehen gibt es allerdings eine Menge Mantas satt Mobulas Walhaie beim Schnorcheln
(1 Tag 9 Stück) große Zackis
Insgesamt erinnert mich das Ganze an die Malediven vor 10 Jahren – viel Schwarmfisch so große Gelbstreifenschwärme hab ich schon lang nicht mehr gesehen, Drachenköpfe Zackis alles ist riesig und in Mengen da

Fototechnik: ich hatte am 1 Tag mein Brandneues Sigma 10-20 mm drauf Zoomring zu basteln ging sich vor Urlaub nicht mehr aus – also nur Festbrennweite 10 mm

Zum Verzweifeln: Mantas genug allerdings zu weit weg stören sich auch an der Bojenleine des Guides (hier wird immer mit Boje getaucht die vom Guide geführt wird – bei den Wellen allerdings durchaus sinnvoll) Sicht rund 10 – 15 Meter der Guide passt mit Argusaugen auf dass man sich der Putzerstation nicht zu weit nähert

Gott sei Dank hab ich die Verschlusskappen für Blitzbuchen dabei so dass ich mit den Walhaien ohne Blitz schnorcheln kann – nicht vergessen sonst wird es echt mühsam

Am nächsten Tag versuch ich das Normalobjektiv (28-80) und siehe da die Mantas kurven über mich drüber die Sicht ist so beschissen dass an klare Bilder gar nicht zu denken ist.
Aus lauter Frust beginne ich Muränen zu fotografieren
Fazit: Für Kameras auf den grundsätzlich mit full speed über die Wellen gejagten zodiaks ein Härtetest
Für Fotografen durch das viele Plankton, die Strömung und die Dünung nicht einfach aber die Walhaie sind ALLES wert

Nach einer Woche geht es mit einer Cessna mit 5 Plätzen nach Pomene (45 Flugminuten nördlich Tofo)

Dort geht es wesentlich gemütlicher zu, die Guides lassen einem viel mehr Freiheiten – allerdings ist man gut beraten die Gruppe nicht zu verlieren da an der vom Guide geführten Boje aufgetaucht wird wenn man da nicht dabei ist haben die Bootsführer trotz eigner Signalboje oft Mühe einen zu finden.

Diese Tauchtechnik ist sehr fotografenfeindlich da eigentlich nur Schnappschüsse möglich sind – hinlegen und bild „komponieren“ ist nicht drin da bei den Sichtweiten die Gruppe schon längst weg ist
In Pomene gab es zu unserer Zeit keine Mantas und Walhaie dafür Ammenhaie, Gitarrenrochen einen Bullshark sowie die Black und white Tips allerdings eher scheu

Weiters jede Menge Monsterzackis, Schildkröten und viel Kleinzeug wie Krötenfische, Angler und Seepferdchen

Wir konnten Andy unseren Guide zu einem Nachttauchgang in der Flussmündung bewegen der so gut war dass wir unseren letzten Moz Tauchgang mit 91 Minuten Länge noch mal in der „Kinderstube“ absolvieren. Zu sehen gibt es viel Kleinzeug: Seehasen, babyfrogfische, Seepferdchen, spanische Tänzerin, Knurrhahn, Sepias, Razorfische

Fazit: Reise war super organisiert Waltraud hat die auftauchenden Probleme (z.B wenn sich manche Herrschaften mit Hinweis auf Rückenleiden immer den besten Platz im boot angeln)
mit viel weiblichem Charme gelöst

Mit Sicherheit kein Tauchziel für Leute mit Rückenproblemen – der Ritt mit dem Zodiak ist schon ganz schön anstrengend und geht ins Kreuz.

Ebenso für Anfänger nur mit Vorbehalt – es strömt ganz ordentlich und die Dünung ist bis auf 30 Meter zu spüren, es gibt kein Riff zum Austauchen – alles Blauwasser

Die Sonne haben auch einige unterschätzt am 2 Tag gab es offene eitrige Stellen besonders an den Händen und im Gesicht – die Creme holt sich immer die Welle – hier muss man gut aufpassen
Essen: Gibt einige gute Restaurants um rund 10 € gibt es ein volles Menü einheimisches Bier ist trinkbar Wein kommt aus Südafrika Rindfleisch gibt es ist aber zäh Fisch und Huhn sind OK

Handy: Klappt mittlerweile fast überall auch in Pomene – dort aber nur in 2 Meter Höhe im Restaurant.

Photos stell ich als untere Galerie Mozambique ein
Bei weiteren Fragen – einfach mailen


LG wolfgang

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Fotoausrüstung : Canon 10 D + 5 D Mark II + Seacam Gehäuse + Sea&Sea Gehäuse, Blitz Subtronic Maxi digital + 2 X Seacam 150, div. Canon Objektive vom Fisheye zum 400er Tele


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BeitragVerfasst: Fr 28. Mär 2008, 08:56 
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Beiträge: 8037
Hallo Wolfgang :P

Danke für Deinen Erfahrungsbericht!
Zu sehen hast Du ja Einiges bekommen... :D
Der Rest, lässt mich dann aber auch über andere Ziele nachdenken... :roll: :lol:

Gruß, ivo


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BeitragVerfasst: Do 3. Apr 2008, 21:59 
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Beiträge: 98
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hai ivo

ich möchte es nicht missen

allerdings hab ich den Bericht absichtlich so geschrieben dass man auch drauf vorbereitet ist

sonst ist es schon etwas grenzwertig

meinen nächsten Urlaub mit Waltraud Binanzer nach Papua neuguinea im nov. 2009 hab ich schon gebucht

lg wolfgang

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