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UNTERWASSERFOTOGRAFIE
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BeitragVerfasst: Di 17. Jan 2017, 16:42 
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Registriert: Mi 4. Jan 2017, 14:07
Beiträge: 37
Hallo uwpixler,
Anfang Sommer, wie auch im Frühjahr, erscheinen im nördlichen Mittelmeer bis in die Mittagszeit hinein häufiger Salpen an der Oberfläche bis in ca. 8m Tiefe.
Zum Teil bilden sie sehr, sehr lange Ketten/Kolonien mit kleinen aber auch sehr großen Durchmesser, manchmal sind es einzelne Lebewesen, häufig mit deutlichen Fraßspuren.

Meine Probleme sind:

    - meine (Kompakt-) Kamera (Einstellung mittlerer Focuspunkt) kann nicht gut fokussieren, es braucht immer ein paar Versuche bis ich ein Foto machen kann.
    - Da ich bisweilen knapp unter der Wasseroberfläche bin spüre ich die Wasserbewegung zum Teil recht deutlich. Durch die Eigenbewegung der Tiere und die Bewegung im Wasserkörper ist die Richtung der Tiere schwer vorherzusehen.
    - Ich habe Probleme die richtigen Distanz zu finden. Bin ich etwas weiter weg, gibt es Schwierigkeiten mit dem fokussieren, bin ich Näher dran ist mir der Bildausschnitt zu eng. (Mein WW-Konverter würde hier evtl. Abhilfe schaffen, doch diesen habe ich nur selten dabei). Gibt es eine bevorzugte Brennweite die ihr einsetzten würdet?

    - Das gleiche gilt für die Blitzposition. Welche Ausrichtung des Blitzes ist bei welchen Ansicht vorteilhaft? Frontal von vorne? Oder würde sich zusätzlich eine Lampe anbieten? Oder besser das natürliche Licht nutzen?
    - Mir scheint, der Salpenkörper (eigentlich das gesamte drumherum) zieht die Schwebeteilchen magnetisch an. Gibt es eine Lösung z.B. geringere Blitzleistung oder -ausrichtung oder muss man damit leben in PS&Co. zu säubern?
    - Speziell zu den Seescheiden: anders als im Bild 4 (dieses Foto wurde nicht im Mittelmeer gemacht) sind es bei uns kleinere Exemplare/Kolonien die an eher strömungsreichen Stellen in geringer Wassertiefe vorkommen. Auch ohne Blitz fressen die Lichter (der Rand des Mantels) sehr schnell aus.
    Auch hier die Frage: Gibt es eine Lösung wie man das verhindert und gleichzeitig eine interessante Lichtstimmung erzeugen kann? Obwohl ich mehr Zeit habe und sich die Tiere nicht Bewegen scheint die Kamera auch hier Probleme zu haben scharf zu stellen. Ich versuche dann Bereiche mit höherem Kontrast oder Objektkanten zu treffen mit dem Nachteil das der Schärfepunkt nicht mehr dort ist wo ich ihn haben will.

Wie fotografiert ihr transparanter Motive wie Salpen oder Seescheiden, vielleicht habt ihr ein paar praktische Tipps parat?
Würde mich wirklich freuen, wenn die nächsten Aufnahemn der Tiere besser werden.
Die Fotos sollen etwas mehr verdeutlichen was gemeint ist.


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salpe-seescheide.jpg
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BeitragVerfasst: Do 19. Jan 2017, 12:21 
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Registriert: Mi 4. Jan 2017, 14:07
Beiträge: 37
Hat keiner ein paar Tipps auf Lager?


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BeitragVerfasst: Do 19. Jan 2017, 13:07 
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Registriert: Do 10. Okt 2013, 22:37
Beiträge: 26
Hallo,

vielleicht hilft Dir dieser Link weiter http://www.uwphotographyguide.com/photo-tips-blackwater-diving. Es geht zwar eigentlich um "Schwarzwasser"-Fotografie. Da bei derartigen Tauchgängen allerdings sehr häufig transparente Motive vor die Linse kommen, könnte Dir der Artikel vielleicht weiterhelfen.

Gruß
Roland

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Fotos:
Canon 5 D Mark III im Seacam-Gehäuse mit Seacam150 D Blitzen
Pilotlicht: Sola Video 1200 S/F
Slave-Blitz: Ikelite 160 DS

Videos:
Sony RX 100 Mark III im Nauticam-Gehäuse mit Keldan Video 8M FLUX und 8X


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BeitragVerfasst: Do 19. Jan 2017, 15:41 
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Registriert: Mi 4. Jan 2017, 14:07
Beiträge: 37
Hallo Roland,
in der Tat, Danke!
Zwar kenne ich die Website, jedoch dieser Artikel war mir nicht bekannt und erklärt zumindest einige (meiner) Probleme.
Das man besser die Motive mit der Strömung/Wasserbewegung auf sich zukommen lässt ist mir schon bewusst, leider klappt das bei den Salpen (anders als bei Quallen) nicht so gut.
Nunja, vielleicht muss ich mit einem höheren Ausschuss einfach leben und darauf hoffen das es mal so klappt wie ich ich es mir vorstelle.
Macht Phasen- vs. Kontrastmessung wirklich so viel aus?


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BeitragVerfasst: Do 19. Jan 2017, 16:03 
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Registriert: Do 10. Okt 2013, 22:37
Beiträge: 26
Ich bin in meinem Leben erst einmal von uw-Kompakt auf uw-DSLR umgestiegen. Der Unterschied in der Autofokusleistung war schon gravierend. Das kann natürlich viele Gründe haben, ob das nun wirklich "nur" an der Phasen-/Kontrastmessung liegt, kann ich nicht wirklich sagen.
Vielleicht aber noch eine kleine Überlegung zur Handhabung, falls Du mit dem Autofokus nicht hinkommst. Manchmal bin ich erfolgreicher, wenn ich auf ihn ganz verzichte und manuell fokussiere. Ich wähle dann eine große Blendenzahl (wegen DoF) und fokussiere auf einen für mein Motiv und Belichtungssituation passende Entfernung. Dann schaue ich durch meinen Sucher, und erst wenn das Motiv scharf erscheint, drücke ich den Auslöser. Der Vorteil: Die Kamera löst auf jeden Fall aus, und das auch noch ohne jede Verzögerung. Außerdem komme ich nicht in Versuchung, dauernd Bilder zu schießen, obwohl das Motiv z. B. noch zu weit weg ist. Braucht etwas Reaktionsschnelligkeit, klappt aber mit etwas Übung durchaus. Einen Versuch ist es eventuell wert.
Gruß
Roland

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Fotos:
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BeitragVerfasst: Do 19. Jan 2017, 17:28 
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Registriert: Mi 4. Jan 2017, 14:07
Beiträge: 37
Ja, genau dieses Vorgehen steht für das nächste Mal auf meinem Zettel.
Habe bislang immer Abstand vom manuellen fokussieren genommen, weil schon Überwasser (auch mit Stativ) die Ergebnisse immer etwas schlechter waren als mit AF (leider geht das an meiner Kamera ausschließlich über das Display).
Auch werde ich mal die Serienbild-Funktion nutzen, sofern ausreichend natürliches Licht vorhanden ist, vielleicht auch in Kombination mit einer Lampe. Evtl. auch die AF-Verfolgung, wenn die Kamera es hinbekommt. Und, eher testhalber, ein Standbild aus einem Video separieren.
Diese Tiere sind zu verführerisch um sie nicht zu fotografieren.


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