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 Betreff des Beitrags: Tauchlampe/Pilotlicht GS45 von FWT
BeitragVerfasst: So 15. Okt 2006, 19:44 
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Tauchlampe/Pilotlicht GS45 von FWT



@ Interessierte

Hier also wie versprochen noch meine bisherigen Erfahrungen mit der Tauchlampe/Pilotlicht GS45 von Feinwerk Technik Schulz (FWT).

Auf der Suche nach einer Pilotlampe als Fokussierhilfe für meine D60, habe ich mir verschiedene Möglichkeiten angeschaut und bin wegen der teils nicht unerheblichen Kosten auf die GS 45 von FWT gestoßen.
Das Pilotlicht von Fisheye und mein Wunschmodell Nano Compakt von Hartenberger waren mir schlichtweg zu teuer, auch wenn sie im direkten Vergleich mit anderen Modellen durchaus zu überzeugen und zu punkten wissen.
Andererseits wollte ich aber auch nicht zu viele Kompromisse machen, da die Verwendung als Pilotlicht und Fokussierhilfe bei Nachttauchgängen im Vordergrund meiner Überlegungen bei der Anschaffung standen.

Nach Betrachtung verschiedener Möglichkeiten habe ich mich letzten Endes für die GS45 der Firma Feinwerk Technik Schulz entschieden, da sie das beste Preisverhältnis bei nur wenigen Kompromissen versprach.

Bei meinen Überlegungen habe ich folgende Musskriterien aufgestellt:

1 min. 60 min. Brenndauer bei vernünftiger Lichtausbeute.
2 Schnellladefähigkeit in min. 2 Stunden.
3 Möglichkeit einen Wechselakku zu verwenden, um schnell einsatzfähig zu sein.
4 kompakte Abmessungen
5 möglichst auch als Tauchlampe zu verwenden.
6 so wenig Abtrieb wie möglich
7 hochwertige Verarbeitung
8 nicht teurer als 200€


Soweit die Vorgaben. Nach einiger Zeit des Suchens, sind auf Grund des gesteckten Preisrahmens nicht viele Lösungen übrig geblieben. Im konkreten Fall ist es bei mir eben diese GS45 von FWT geworden.



Warum ein extra Pilotlicht?
Wer Blitzgeräte wie ich derzeit ohne integriertes Pilotlicht verwendet, dem fehlt bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder bei Nachttauchgängen schlichtweg eine Hand um für eine ausreichende Beleuchtung zur Orientierung, Fokussierung zu sorgen. Viele der Pilotlichter die in diversen Blitzgeräten verbaut sind, haben den Namen nicht verdient. Oft sind es einfach Funzeln ohne gescheite Leuchtkraft. Der Ausleuchtwinkel und die Brenndauer lassen ebenfalls allzu oft zu wünschen übrig. In diesen Fällen bleibt nur eine externe Lösung übrig.


Was ist die FWT GS45 für eine Lampe/Pilotlicht?
Nun, als erstes erfüllt sie die oben genannten, mir selbst auferlegten Kriterien.

Zu1 Die Brenndauer mit dem serienmäßig gelieferten 10Watt, 6 Volt Brenner beträgt bei der Verwendung von Mignon (AA) Akkus mit 2700mAh immerhin 70 min.

Zu2 Die beiden Kompaktladegeräte die ich verwende, laden die Akkus in weniger als 2 Stunden. Auf der Photokina habe ich von der Fa. GP ein Ladegerät gesehen, welches 2700mAH Akkus gleicher Marke in nur 15 min. lädt. Das Gerät nimmt 4 Akkus auf. Bei 8 benötigten Akkus wäre die GS45 in 30 min. wieder einsatzbereit. Bei 2 Ladegeräten in 15 min. – das ist Weltrekord. Allerdings drehen die Ladegeräte und Akkus ordentlich an der Preisschraube und sprengen den vorgegeben Rahmen.

Zu3 Problemlos durch Wechselakkus zu bewerkstelligen.

Zu4 18cm Länge und 4,5cm im Durchmesser sind noch als Kompakt zu bezeichnen.

Zu5 Die Lampe ist als Tauchlampe konstruiert.

Zu6 Mit bestückten Akkus bringt die Lampe UW noch 300Gr. Abtrieb auf die Waage. Weniger wäre schöner. Wer eine Fotoausrüstung hat, die wegen der Blitze, des Gehäuses etc. schon deutlichen Abtrieb hat, sollte überprüfen, ob er mit 300 GR. Zusätzlichem Abtrieb agieren kann. Ich habe es im Schwimmbad ausprobiert und keinerlei Probleme gehabt – es ist mir schlichtweg nicht aufgefallen.

Zu7 Die Verarbeitung ist makellos. Der Aufbau erinnert in vielen Punkten an eine Tauchlampe von Kowalski. Alu eloxiert, doppelt O-Ring gedichtet etc. pp. Kein Grund für irgendeine Beanstandung.

Zu8 Die GS45 hat inc. Versand 123€ gekostet. Allerdings ohne Neoprenschutz (ich weis wo man so was günstiger herbekommt). 8 Mignonakkus und ein Ladegerät müssen ebenfalls gesondert besorgt werden. Das Ladegerät welches zur Lampe angeboten wird scheint mir keine Empfehlung wert zu sein. Zu teuer und viel zu langsam.


Als Tauchlampe entwickelt, hat man bei FWT wohl nie daran gedacht, dass sich die GS45 auch für die UW - Fotografen als Pilotlicht geradezu aufdrängt. Da liegt dann auch das einzige Manko, welches man aber an dieser Stelle nicht verschwiegen werden darf. Der Reflektor der GS45 ist als Spotreflektor gestaltet. Ein Wechselreflektor oder eine satinierte Frontscheibe sind im Portfolio des Herstellers für dieses Modell nicht enthalten.
Das ist schade, schränkt die Verwendung als Pilotlicht aber nur bedingt ein.

Warum wäre ein Floodreflektor wünschenswert?
Ein Floodreflektor hat, einen entsprechend starken Brenner vorausgesetzt, den Vorteil, dass die Lampe nicht so ganz genau ausgerichtet werden muss und die Gefahr eines so genannten Hotspots auf den Bildergebnissen gebannt ist. Durch den extrem breiten Abstrahlwinkel des Flood, wird eine viel größere Fläche vor dem Objektiv angeleuchtet. Das relativiert sich aber im Vergleich zu einem Spotstrahler, je näher man sich am Motiv befindet. Ein Hotspot kann sich bei extrem grellem, gebündelten Licht, als andersfarbiger Lichtpunkt auf Bildern niederschlagen, wenn die Blitze mit ihrer Intensität und der höheren Farbtemperatur nicht in der Lage waren, den Lichtpunkt zu überstrahlen. Dies kommt meist aber nur vor, wenn mit relativ offenen Blenden gearbeitet wird. Bein Nahaufnahmen mit einem Blendenbereich zwischen f11 und f22, hat man das Problem eigentlich nicht. Zumindest ist mir diesbezüglich nichts negatives aufgefallen.


Hat ein Spotreflektor auch Vorteile?
Ein Spotreflktor hat durchaus Vorteile, wenn bei schlechten Sichtbedingungen getaucht wird. Bei stark sedimentiertem Wasser, ist das Spotlicht besser geeignet die Nebelwand zu durchdringen, als ein Floodlicht. Das Floodlicht baut sich vor der Nebelwand auf wie bei einem Auto das Fernlicht im Nebel.


So war der Lieferumfang als ich die GS45 bekommen habe – Lampe mit kurzer Betriebsanleitung:
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Von hinten mit Arretierstift als Einschaltsperre. Die GS45 ist nicht dimmbar, kann nur Ein/Aus – geschaltet werden.
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Von vorne – Reflektor mit Brenner 10Watt/6Volt:
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Die GS45 geöffnet – bestückbar mit 8 Batterien oder Akkus der Größe Mignon (AA). Die hintere Verschraubung ist doppelt O-Ring gedichtet. Das Lampenrohr besteht aus Aluminium. Der Reflektor ist abnehmbar.
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Mit entnommenen Akkus und gezogenem Reflektor. Der Reflektor ist wie alle Teile einzeln erhältlich.
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Die Akkus können in der Lampe geladen werden, wenn man ein Ladegerät besitzt, dass mit einem Klinkenstecker verwendbar ist. Das Ansmann Traveler wäre ein solches Ladegerät. Auf dem Bild die Ladebuchse.
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Einen Neoprenschutz kann man auch selbst anfertigen. Der Schutz von FWT kostet stolze 13€.
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Diese Teile benötige ich um die die GS45 als Pilotlicht auf meinem Gehäusedach einsetzen zu können:
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Der Lampengriff verfügt bereits über ein Loch für die Befestigung an der richtigen Stelle. In das Loch im Bügel hat Michael Finger mir ein M8 Gewinde geschnitten. Das war eine Sache von 10 sek. Es geht aber auch ohne das zusätzliche Gewinde. Hier ein Teil der Pilotlichtbefestigung:
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Hier die der komplette Befestigungssatz für die GS45, den ich für mein Gehäuse verwende:
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So sieht das dann montiert auf meinem UK Gehäuse aus:
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Die Bewegung der GS45 findet ausschließlich in einer Richtung (Objektivachse) statt und ist somit schnell auf das anzuleuchtende Motiv gerichtet.
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Das Ein/Ausschalten geschieht mit einer Hand. Daumen und Ringfinger fassen den Drehknopf, der Zeigefinger drückt den Entriegelungsbolzen nach unten – geht super einfach:
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Bei Einsatz eines einzelnen Blitzgerätes, können sich Lampe und Blitz schon mal in die Quere kommen. Bild



Hier muss man versuchen die möglichst günstigste Position für den Blitz zu finden. Die Lampe kann nur vor oder zurück geschwenkt werden.
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Bei 2 Blitzgeräten spielt das keine große Rolle mehr:
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Trotz 2 Blitzgeräten und Pilotlicht noch eine handelbare Apparatur:
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Wen die Position auf dem Kameradach jedoch partout stört, kann diese auch an anderer Stelle befestigen. In meinem Fall wäre auch die Montage auf dem rechten Handgriff möglich. Allerdings sieht die Befestigung dann anders aus. Auch muss das Licht feiner ausgerichtet werden, da die Bewegung nicht mehr auf die Objektivachse beschränkt ist.
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Hier wird der Ausleuchtwinkel im Nahbereich deutlich:
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Bei einem modular aufgebauten Blitzarmsystem ergeben sich mit wenigen Mitteln die tollsten Montagemöglichkeiten. Hier eine Variante mit dem Pilotlicht auf dem Blitzarm und dem Blitz in der Objektivachse. Das erinnert an die alte MMII von Sea&Sea.
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Hier noch mal von hinten:
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Hier sind bis auf ein kleines Teil alle benötigten Dinge für die gezeigten Montagemöglichkeiten abgebildet. Das ist doch sehr überschaubar wie ich finde.
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Auch Aufnahmen bei leicht erhöhter Distanz gelingen schneller dank des Pilotlichts mit Spot. Der Autofokus findet im dunklen Hallenbad schnell ein Ziel auf das er scharf stellen kann. Hier ein Bild von Jens beim Testen der Blitzposition über dem Kameradach.
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Hier ein Bild von Wahrmut mit der Pilotlampe von Fisheye auf seinem Gehäusedach. Er hat übrigens jetzt meine Apnoemaske, über die mal was schreiben wollte, mangels optischer Gläser aber bisher nicht einsetzen konnte. Vielleicht kann Wahrmut einen kurzen Eindruck nachreichen…
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Den kleinen Grinsemann habe ich einmal nur mit Pilotlicht und ein zweites mal mit Pilotlicht und Blitzeinsatz im Pool aufgenommen. Die Pilotlichtaufnahme entstand bei ISO200, 1/50 und Blende f16. Für winzige Pygmäenseepferdchen könnte es möglich sein nur mit dem Pilotlicht zu arbeiten.
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Für einen ausführlichen Freiwassertest, geht die GS45 in der nächsten Woche mit unserem Member Tauchkönigin (Bettina) für 2 Wochen nach Asien. Nichts ist aussagekräftiger als ein Versuch unter realen Bedingungen. Ich bin auf Ihre Ergebnisse gespannt. Auf unserem Membertreffen im Monte Mare wird die GS45 aber auch noch zu sehen sein, so dass sich Interessierte selbst ein Bild machen können.

Vorläufiges Fazit:
Preislich ist die GS45 wohl unschlagbar. Wünschenswert wäre ein Floodreflektor im Tausch gegen den Spot. Die fehlende Dimmmöglichkeit kann man verschmerzen. Es bleiben wenig Wünsche offene an diesem kleinen Lämpchen im großen Ozean. Der anstehende Praxistest wird letzte Fragen klären helfen…

Gruß, Ivo


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BeitragVerfasst: Mo 16. Okt 2006, 07:33 
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Beiträge: 154
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Hi Ivo,

also deine Erfahrungsberichte sind einfach die besten, allererste Sahne, das muss jetzt einfach mal gesagt werden :mohamet2: :mohamet2: :mohamet2:

Viele Grüße aus Bremen
Leo

_________________
http://www.leodive.de - Panasonic GF1 mit Inon Housing - 8 mm Fisheye - 45 mm Makro - 7-14 mm WW - UCL 165 - Subsee+10 - Inon Z 240 - GoPro 3+ Black Edition - L&M Sola 500 & 600 - Keldan Luna 4


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BeitragVerfasst: Mo 16. Okt 2006, 07:43 
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Beiträge: 755
Wohnort: Frankfurt am Main
vollkommene Zustimmung! Super Berichte!

@Ivo
Deine Berichte verlieren sich zu sehr im Forum. Koennt ihr sie nicht, direkt auf der Eingangsseite unter Artikel einbauen (so wie bei den Reviews)?

viele grüße
Rachid

_________________
Nikon D70s Sea&Sea DX-D70 Fisheye-Dome | Nikon 105 VR, Sigma 10-20mm, 50 mm, Kenko 1,4, Nikon T5, T6 | Nikonos SB-105 | Fuji F810 | SB-800 im Fantasea Gehäuse
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BeitragVerfasst: Mo 16. Okt 2006, 08:12 
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Beiträge: 8037
Danke für die Blumen :oops:

Das die Berichte nicht auf der Startseite sind, liegt an meiner Unfähigkeit mit dem Programm zu arbeiten... und den Kollegen fehlt aus beruflichen Gründen meist die Zeit das entsprechend für die Startseite aufzuarbeiten.
Mal schauen ob ich das vielleicht irgendwann mal geregelt bekomme...

Gruß, Ivo


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BeitragVerfasst: Mo 16. Okt 2006, 08:49 
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Beiträge: 790
@Ivo:

Hast du dich eigentlich schonmal als Redakteur bei den einschlägigen Tauchermagazinen beworben? Ich denke deine Berichte sind von so guter Qualität, dass sie es verdient haben auch mal gedruckt zu werden. Hab ich damals schon bei den ausführlichen C-4000 Anleitungen gedacht ;-)

Zum Fokuslicht. Ich glaube das mit dem Fokuslicht werde ich über kurz oder lang auch definitiv haben muss. Ohne Blitz wirkt das Licht sehr viel wärmer und gibt eine ganz eigene Stimmung im Makrobereich. Theoretisch könnte man doch jede x-beliebige Taucherlampe dafür nehmen solange man sie auf das Gehäuse gebastelt bekommt, oder?

Gruß
Tobias


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BeitragVerfasst: Mo 16. Okt 2006, 09:41 
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Beiträge: 8037
@ Tobias

Fotografieren mit dem Pilotlicht ist mit Vorsicht zu genießen.
Theoretisch möglich, funtioniert es in der Praxis nicht mit jedem Lampenmodell und ist auch nicht für jedes Motiv geeignet.

Bei der GS45 geht das nur bei wirklich sehr kleinen Motiven, da das Licht extrem auf eine kleine Ausleuchtfläche gebündelt ist.
Da ein Pilotlicht auch niemals die Lichtausbeute eines Blitzgerätes erreicht, ergeben sich auch ganz andere Einstellungen an der Kamera. Niemand würde im Makrobereich für gewöhnlich mit 1/50 Belichtungszeit arbeiten. Auch bietet sich im Nahbereich ISO100 statt ISO200 an. Bei Blende f22 wäre das Bild schon viel zu dunkel gewesen. Über das RAW-Format könnte man anschließend aber wieder etwas rausholen.
Meine Versuche vor längerer Zeit haben auch gezeigt, dass selbst eine Hartenberger mit Flood und 100Watt nur im absoluten Nahbereich bei langen Verschlusszeiten brauchbare Ergebnisse gebracht hat.
Ein Blitzgerät kann nicht durch ein Pilotlicht ersetzt werden. Die Farbtemperatur ist auch nicht jedermanns Sache.
Ich würde die Möglichkeit mit dem Pilotlicht eher als kreative Ergänzung zum Blitzlicht bei ganz bestimmten Motiven sehen.

Hier sieht mann, welche Ausleuchtfläche bei kurzer Motivdistanz und kleinem Motiv (3,5cm) erreicht wird. Die große Schattenzone kann im Einzelfall durchaus gefallen.
Bild

Der Blitz bringt deutlich andere Farben und Ausleuchtwinkel zustande. ISO100, 1/200 und f22 oder mehr sind kein Problem.
Bild


Gruß, Ivo


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BeitragVerfasst: So 19. Nov 2006, 16:44 
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hallo

Ivo war so nett und hatte mir die beschriebene GW 45 für meinen Thailandurlaub zur Verfügung gestellt.

Ich habe sie mit einer Befestigung von Mike auf dem Gehäusedach der Olympus 5060 montiert.

Zur Befestigung:
Die Befestigung an den Blitzschuh ist einfach und sehr stabil. Ich hatte zunächst Bedenken, daß die Montage über Wasser ein Problem darstellen könnte. Aufgrund der Größe und des Gewichtes hatte ich Bedenken, daß evt die Blitzschuhhalterung am Gehäuse ausbrechen könnte. Daher hatte ich die Lampe bei den ersten Tauchgängen mit einem Haken am Jacket befestigt und erst unter Wasser montiert. Das war sehr einfach und ist mir auch bei Nachttauchgängen gelungen. Später habe ich dann darauf verzichtet und habe die Lampe schon über Wasser montiert.
Die Lampe ist nach oben und unten schwenkbar was m.E. nach vollkommen ausreichend ist. Ein seitliches Schwenken empfand ich nicht als erforderlich. Wie Ivo schon erwähnte können sich Blitz und Lampe bei einigen Situationen im Wege stehen. Das kam eigentlich selten vor. Vielleicht könnte man den Haltebügel der Lampe noch verändern, so daß die Lampe insgesamt etwas näher am Gehäuse sitzt.

Beleuchtung:
Es war sehr angenehm beide Hände für die Kamera frei zu haben und auschließlich mit dem Pilotlicht zu leuchten. Das Licht ist vollkommend ausreichend für Nachttauchgänge. (einige meiner Mittaucher empfanden das Licht schon als zu hell. Die waren aber auch mit Leihfunzen unterwegs und haben nicht gerade viel gesehen.) Insgesamt habe ich das Licht aber als "warm" empfunden.
Das Fokkussieren klappt wunderbar. Ich habe überwiegend mit 5,6 Blende und 1/100 fotografiert und es war kein Hotspot auf den Aufnahmen zu sehen. Bei längeren Belichtungszeiten dann aber doch. Bei 1/80 leicht und bei 1/60 deutlicher. Bei dunklen Motiven auf hellem Sand war der Lichtkegel aber auch schon bei 1/100 zu sehen. Das kann aber auch mit der Kamera zu tun haben. Bei Aufnahmen auf hellem Sand tut sich die 5060 schwer. (Tipps willkommen zu diesem Thema)

Kapazität:
Die Lampe leuchtet so ziemlich genau 60Minuten. Das Licht wird dann schnell schwächer und die Lampe geht aus. Für einen Nachttauchgang war dies mehr als ausreichend. Eine Anzeige über den Ladezustand der Akkus ist nicht vorhanden und aus meiner Sicht auch nicht erforderlich.
Vorteilhaft ist das man parallel über Wasser schon die nächsten Akkus laden kann und die Lampe eigentlich immer einsatzfähig ist. Da insgesamt 8 Akkus benötigt werden ist man allerdings ständig dabei Akkus zu laden. Es sei den man arbeitet mit 2 Ladegeräten für je 4 Akkus, so wie Ivo es vorgeschlagen hat. Die Akkus sind nach ca 2,5 Stunden geladen. 2 Ladegeräte bedeuten wieder mehr Gepäck und ich habe mich auch nicht immer auf dem Safariboot getraut beide Schnellbrüter auf einmal an der kleinen Steckdose anzuschließen. Aber da ich die Lampe nur zu Nachttauchgängen benutzt habe blieb zum Laden genügend Zeit.
Trotzdem hatte ich das Problem, daß ein Akku ausgegast ist und die Lampe mit bloßen Händen nicht mehr zu öffnen war, weil sie unter Druck stand. Wir haben das dann mit Hilfe eines Schraubstocks erledigt. Danach ist das Problem nicht wieder aufgetaucht.

Fazit
Ich habe mich entschieden diese Lampe zu kaufen. Insgesamt bin ich damit gut zurecht gekommen.
Vorteilhaft wären noch einige Features wie dimmbar, floodreflektor, aber die kann man für einen Preis von 135 Euro dann aber auch nicht erwarten.
Ivo hat ja schon den Bericht über die Hartenberger Nano Compact geschrieben. Das wäre dann auch mein Wunschmodell. Aber für den Anfang reicht mir die GW 45 erst einmal völlig aus. Ich denke daß die Lampe eine gute Wahl ist.

Dank an Ivo daß er sich die Mühe gemacht hat ein Low cost Pilotlicht ausfindig zu machen. Dank auch an Mike für seine genialen Befestigungen.

Ach ja der Neoprenschutz mit UWPIX.net Logo war natürlich auch ein Augenschmaus.

Gruß Bettina


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BeitragVerfasst: So 3. Dez 2006, 11:26 
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Hallo!
Wäre die Treble Light MX6 pro eine Alternative? Nachteil sind Akkus und Ladegerät (4Stunden...) sowie Preis (ca 200 Euro), jedoch mit Akku und Ladegerät - insofern nicht ganz schlimm!

Vorteil: um 12 Euro gibt es einen Flood Reflektor, der als Fokuslicht sicher nicht schlecht ist. Ausserdem hat Mike ein problem bei der e330 angesprochen, dass ein zu heller Lichtpunkt im "Dunkeln" für die Sicht am Display schelcht ist. Der display hat probleme das alles anzuzeigen....
in anbetracht dieser überlegeung, wäre ein breitstrahler vielleicht auch nicht schlecht.

hat jemand die treble light?

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BeitragVerfasst: Mo 4. Dez 2006, 00:05 
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Beiträge: 647
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Hi!

Vorausgesetzt du tauchst ohne Mother, odeR? das einstelllicht sollte doch auch als fokusierhilfe dienen? oder sparst du da saft?

lg stoffi


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BeitragVerfasst: Mo 4. Dez 2006, 09:21 
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Beiträge: 8037
Hallo Johannes :P

Ja, die Treble-Light MX6 Pro wäre auch eine Alternative.
2 Dinge sind aber zu beachten:

1. Die Lampe bringt es auf 390 gr. Abtrieb
2. Sie brennt "nur" 58 min. bei 20Watt

Den Abtrieb kann man durch einen Neoprenüberzieher ein wenig kompensieren. Allerdings ist Neopren den Auftrien angehend keine Konstante, so dass der Effekt mit zunehmender Tiefe immer mehr verloren geht, weil das Neopren komprimiert wird.

Die Brenndauer von 58min. kann durch den Einsatz eines 10Watt Breners verdoppelt werden. Für ein tropisches Gewaääser mit guten Sichtweiten reicht das.

Kannst auch hier mal reinschauen:
http://www.unterwasserwelt.de/html/treb ... licht.html

Ich bin jetzt durch Zufall an eine gebrauchte Hartenberger Mini Compakt gekommen. Die geht am Donnerstag mit nach EGY - ich werde dann auch von dieser mal berichten.

Außerdem habe ich noch eine Underwater Kinetics SL6 mit Halterung mit. Für diese habe ich einen Diffuser gemacht und werde diese auch noch ausprobieren. Das wäre dann eine absolut preiswerte Alternative, die mir ganz brauchbar erscheint. Mehr dazu nach dem Urlaub.

Gruß, Ivo


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BeitragVerfasst: So 10. Dez 2006, 02:01 
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Registriert: Di 3. Okt 2006, 11:44
Beiträge: 18
hallo Ivo
man das war ja ein Bericht! super!!!
Natürlich bin ich auch noch an den Erfahrungsberichten zur Treble Light MX 6 pro und der Kinetics SL 6 interessiert. Sorge macht mir natürlich auch, dass mir die stabile Befestigung nicht mein Gehäuse zerbricht, da das ja nur aus "Plastic" ist!

Wo kann ich denn nun die GS 45 kaufen und den "günstigen" Neoprenschutz sowie die Befestigung?

Es ist jetzt nämlich Weihnachten und da kann ich mich ja mal beschenken!

Gruß dirk

_________________
Olympus C 8080 AF wide Zoom 7.1-35.6 mm 1:2.4-3.5; PT 023


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BeitragVerfasst: Mo 11. Dez 2006, 23:24 
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Registriert: Do 19. Okt 2006, 11:51
Beiträge: 139
Wohnort: Bielefeld
Hallo Ivo,

ein wirklich toller Bericht! Ist wirklich eine gute Idee ... und ich denke, ich werde mich, dank deiner tollen Ausführungen, in naher Zukunft auch etwas stärker mit diesem Thema beschäftigen.

Meine Frage ist nur, woher hast du die ganzen Einzelteile :?: Hast du ein "Kit" oder sind das übriggebliebene Sachen von Dir gewesen? Ich bin am überlegeben, ob ich nicht meine Kowalski temporär dafür umrüsten sollte ... :roll:

Gruss Adrian

_________________
Fotos: adrian-schoene.de
Blog: tauchen-blog.de

"Die beste Weise, Fische zu beobachten, besteht darin, selber zum Fisch zu werden."
Zitat von Jacques-Yves Cousteau (*11. Juni 1910; † 25. Juni 1997)


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BeitragVerfasst: Di 12. Dez 2006, 08:01 
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Registriert: Mi 15. Mär 2006, 18:48
Beiträge: 239
Wohnort: Wien
Also ich habe mich für die FWT GS 45 entschieden, die Qualität der Treble Light hat mich nicht überzeugt, ausserdem mag ich AA Zellen:-)

Ist bestellt:-)

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BeitragVerfasst: Di 11. Mär 2008, 12:52 
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Registriert: Di 21. Feb 2006, 12:18
Beiträge: 817
Wohnort: Essen
hi

die von Ivo in einem hervorragendem Bericht beschriebene Pilotlampe

FWT 45 GS 45 wird derzeit bei Ebay verkauft

Inclusive Diffusor

Gruß Bettina

_________________
Nikon D80 im Sealux Gehäuse, Blitze 2x YS 60, 1x Subtronic Alpha, 2x SB 105, SB 800, Sigma 50mm Makro, Sigma 24mm Makro, Sigma 18-55, Tokina 12-24mm, Nikon 10,5 FE, diverse Pilotlampen, Mike Dive Blitzarme.
www.tauchkoenigin.jimdo.com


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